Zehn Jahre Kinderhospiz Sankt Petersburg

KIRCHE IN NOT unterstützt diese Einrichtung von Anfang an

Aleksandr Tkatschenko (rechts) leitet das Kinderhospiz.

Aleksandr Tkatschenko (rechts) leitet das Kinderhospiz.

Das erste Hospiz für todkranke Kinder in Russland feiert sein zehnjähriges Bestehen. Der orthodoxe Priester Aleksandr Tkatschenko hat die Einrichtung 2003 in Sankt Petersburg gegründet.

Während eines Besuchs in der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein dankte er für die Unterstützung für dieses Projekt von Anfang an.

„Dank Ihrer Hilfe konnten und können wir für zahlreiche Menschen sehr viel tun“, betonte er. „Wir orthodoxen und katholischen Christen sind in der Liebe zu Gott und zum Nächsten verbunden. Es ist unsere Berufung, die Liebe Christi weiterzugeben.“

Gegründet wurde das Hospiz als Antwort auf die Nöte todkranker Kinder und ihrer Familien, die in Russland bis dahin keine ausreichende Hilfe erfuhren. Tkatschenko, der in den USA eine Spezialausbildung zum Krankenhausseelsorger absolviert hatte, erkannte, dass „auch in Russland so schnell wie möglich etwas in diesem Bereich getan werden musste“.

So entstand in Kooperation mit Fachärzten und Psychologen eine Einrichtung, in der „todkranken Kinder dazu verholfen wird, bis zum Ende ein vollwertiges Leben zu führen, zu spielen und zu lernen“. Auch Familien, die ihre kranken Kinder zu Hause betreuen, werden bei der Pflege medizinisch, psychologisch und seelsorglich unterstützt.

Auch Patriarch Kirill von Moskau hat das Kinderhospiz schon besucht.

Patriarch Kirill von Moskau hat das Kinderhospiz schon besucht.

Diese seelsorgliche Komponente sei besonders wichtig: „Wir predigen nicht am Krankenbett, aber die Menschen kommen in so einer Situation mit vielen sehr tiefen Fragen zu uns. Wir Priester versuchen, ihnen dabei zu helfen, inneren Frieden zu finden.“ Tkatschenko sagte, Priester hätten die todkranken Kinder „nicht zu belehren“, sondern könnten „von ihnen lernen“. Die Kinder hätten „eine tiefe Kenntnis von Gott“ und werden durch ihre Erfahrung mit dem Tod zu „Lehrern der Priester“.

Im vergangenen Jahr habe der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill die Einrichtung an seinem Geburtstag besucht. „Obwohl nur zehn Minuten vorgesehen waren und hochrangige Persönlichkeiten auf ihn warteten, dehnte er seinen Besuch auf zwei Stunden aus“, erzählt Tkaschenko. „Anschließend sagte der Patriarch zu Journalisten: ‚Wenn Sie Gott begegnen wollen, gehen Sie in das Kinderhospiz.‘“

Auf ausdrücklichen Wunsch des Patriarchen entstehe nun auch in der Region Moskau ein Hospiz für Kinder, das ebenfalls von KIRCHE IN NOT unterstützt wird.

Wir bitten um Spenden für die Unterstützung der pastoralen Arbeit in Russland.
Entweder online unter: www.spendenhut.de (Verwendungszweck: Russland) oder:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

IBAN: DE63750903000002152002

BIC: GENODEF1M05

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf Hör-CD beziehungsweise DVD erhältlich und können in unserer Mediathek abgerufen werden. 

KIN / S. Stein