Leid und Hoffnung

Trotz und wegen der Armut der Menschen wächst die katholische Kirche in Afrika

KIRCHE IN NOT leistet u.a. Hilfe bei der Ausbildung und Existenzsicherung von Priestern und Ordensleuten.

KIRCHE IN NOT leistet unter anderem Hilfe bei der Ausbildung und Existenzsicherung von Priestern und Ordensleuten.

„Ubi Petrus, ibi ecclesia – Wo Petrus ist, da ist die Kirche.” Das Wort des heiligen Ambrosius wird nirgendwo so selbstverständlich gelebt wie in Afrika. Dort wächst die Kirche auch am schnellsten. Das gilt auch für den Islam. Rund 40 Prozent der Menschen sind Christen.

Entscheidend für die Zukunft ist die Ausbildung der Priester, Schwestern und Katecheten. Im Sudan und in Guinea, in Burundi und Ruanda, in Nigeria, Mali und an anderen Orten gaben wir 2012 Bauhilfe bei der Erweiterung oder Errichtung von Seminaren. Es sind gerade Krisenländer wie Nigeria oder die Demokratische Republik Kongo, wo Leiden und Verfolgung viel Gnade und Berufungen erwirken.

Ihre Hilfe für Projekte oder auch durch Mess-Stipendien lindert die Not. Ein Bischof im Norden von Benin sagt uns: „Vielleicht ist gerade diese große materielle Armut die Quelle geistlicher Gnaden für unseren Dienst. Die Frohe Botschaft tränkt die Erde und breitet sich aus trotz des wachsenden Misstrauens und der zunehmenden Feindseligkeit der Muslimbrüder.”

Ausbildungs- und Bauhilfe sind langfristige Projekte. Viele Christen müssen aber erst einmal überleben. Denn Afrika ist heute auch ein Kontinent der Kriege und Konflikte. Für Vertriebene und Flüchtlinge leisteten wir Soforthilfe – in Mali, in der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan und in der Zentralafrikanischen Republik. Im Norden des Sudan, in den Nuba-Bergen, bombardiert die islamistische Regierung in Khartum seit Monaten die Lager von geflohenen Christen, ohne dass die Welt Notiz davon nimmt.

Pater Werenfried ist Mitbegründer des Ordens „Töchter der Auferstehung”.

Pater Werenfried ist Mitbegründer des Ordens „Töchter der Auferstehung” in der Demokratischen Republik Kongo. Von den Schwestern des Ordens wird er noch heute „Papa Gründer” genannt.

Im Osten der Republik Kongo fallen immer wieder Rebellengruppen oder sogar Regierungstruppen über die Zivilbevölkerung her, plündern, vergewaltigen und brandschatzen. Ohne Ihre Großzügigkeit könnte die Kirche vor Ort den seelisch verwundeten und obdachlosen, geschlagenen Menschen kaum helfen.

Inmitten der Not wächst aber auch die Hoffnung. Ein Bischof aus Marokko ist begeistert: „Ich staune, wie die christlichen Gemeinden in der Subsahara wachsen. Wir werden manche Kirche erweitern müssen. Es ist wunderbar zu sehen, wie das menschliche und christliche Leben aufblüht. Erst jetzt habe ich wieder 70 Studenten gefirmt.”

Familienpastoral ist Pastoral an der Quelle

In der Demokratischen Republik Kongo werden die „Töchter der Auferstehung”, ein Orden den Pater Werenfried mitgegründet hat, ein neues Zentrum errichten. Und in Mauritius hat die Generalversammlung des Afrikanischen Verbands der Familienaktion stattgefunden, den wir schon lange fördern, angeregt durch die früheren Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI.

Für sie war die Familienfrage nicht nur die Frage einer bestimmten Lebensform, „sondern die Frage nach der Zukunft der Menschheit selbst”. Familienpastoral ist Pastoral an der Quelle. Ihre Wasser durchziehen Leben spendend den Kontinent der Hoffnung.

So können Sie helfen

8.Nov 2013 18:04 · aktualisiert: 2.Dez 2013 09:48
KIN / S. Stein