Notfallhilfe für die Philippinen

Unser Hilfswerk bittet um Spenden für die Opfer des Taifuns Haiyan

Mutter mit Kind, die den Taifun überlebt haben.

Mutter mit Kind, die den Taifun überlebt haben (Foto: Eoghan Rice / Trócaire).

KIRCHE IN NOT hat eine Nothilfe für die Betroffenen des Taifuns Haiyan versprochen, der am 8. November auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat.

Besonders betroffen waren die Provinz Leyte, die Insel Samar sowie die Stadt Guiuan im philippinischen Osten sowie Bantayan Island und Daanbantayan auf der zentralphilippinischen Insel Cebu.

Zur Bilderstrecke

Auch im Westen gab es verheerende Schäden, so zum Beispiel in den Städten Iloilo und Coron sowie auf der Insel Palawan. Die Behörden befürchten mehrere tausend Todesopfer. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass über elf Millionen Menschen von den Auswirken des Sturms betroffen sind.

Philippinischen Kirchenquellen zufolge habe man das Schlimmste in den meisten Regionen abwenden können, da sich viele Menschen aufgrund der Erfahrung der vorangegangenen Taifune rechtzeitig evakuieren ließen. Gerade in den Gemeinden auf den dem Sturm abgewandten westlichen Inselseiten sind die Pfarreien nach Informationen von KIRCHE IN NOT bereits in der Lage, sich selbst und ihren Nachbargemeinden zu helfen.

Kirchen als Versorgungsstellen für Hilfsgüter

In den Regionen an den dem Pazifik zugewandten Ostküsten, wie etwa rund um die Stadt Tacloban, seien dagegen über 95 Prozent der Häuser zerstört worden. Die Hilfskräfte sind dort mit der Errichtung von Notunterkünften und Verteilzentralen für Hilfsgüter beschäftigt. In der Stadt Tacloban dienen die 15 Pfarrkirchen als Versorgungsstellen.

Ein erstes Notfallpaket von KIRCHE IN NOT soll die philippinische Kirche bei diesen Hilfsmaßnahmen unterstützen. Sie werden über die katholische Bischofskonferenz der Philippinen koordiniert und auf die hilfsbedürftigen Gebiete verteilt. Weitere umfangreichere Hilfen sind anschließend für den Wiederaufbau der seelsorglichen Strukturen geplant. Die Bischöfe erstellten bereits ein Nothilfeprogramm. Das Hilfswerk arbeite eng mit den Bischöfen auf den Philippinen zusammen, da sie wüssten, wo die Hilfe am dringendsten benötigt werde, berichtet die Projektleiterin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch.

„Ausmaß des Unglücks ist gewaltig”

In einem Gespräch mit KIRCHE IN NOT sagte Pater Edione Gariguez, der die Hilfsleistungen im Auftrag der Bischofskonferenz koordiniert, dass die Zerstörungen enorm seien. „So viele Menschen rufen um Hilfe, aber das Ausmaß dieses Unglücks ist so gewaltig, dass sogar die Regierung erkennt, wie schwierig es ist, alle Opfer zu erreichen”, berichtete er. Pater Edione dankt allen Wohltätern für die Solidarität, „dass sie uns in diesen schweren Zeiten zur Seite stehen.”

Als pastorales Hilfswerk legt KIRCHE IN NOT den Schwerpunkt seiner Hilfsmaßnahmen auf die Aufrechterhaltung der Seelsorge und der Traumabehandlung. Nach dem Vorbild unseres Gründers, des „Speckpaters” Werenfried van Straaten, flankiert KIRCHE IN NOT diese Hilfe in Notfällen aber immer auch mit direkter humanitärer Unterstützung.

Wir bitten daher um Spenden: entweder direkt online oder unter:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München
IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Philippinen

So können Sie helfen

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich. Weitere Filme finden Sie auch in unserer Mediathek.

Schlagworte:
Cebu · Leyte · Nothilfe · Palawan · Philippinen · Samar · Wirbelsturm
11.Nov 2013 12:17 · aktualisiert: 20.Nov 2013 15:31
KIN / S. Stein