„Die Menschen sind verzweifelt”

Über die prekäre Lage nach dem Taifun auf den Philippinen

Kind von den Philippinen.

Kind von den Philippinen.

Die Lage in den philippinischen Katastrophengebieten ist auch knapp eine Woche nach dem Wirbelsturm verheerend. Wir hatten die Gelegenheit mit Edwin Gariguez, dem Geschäftsführer der CBCP Caritas Filipinas Foundation, zu sprechen. Er koordiniert im Namen der Bischofskonferenz die Hilfsleistungen auf den Philippinen.

KIRCHE IN NOT: Wie ist die aktuelle Situation nach diesem zerstörerischen Taifun?
Edwin Gariguez:
Die Schäden sind wirklich riesig und die Situation ist verheerend, besonders auf der Insel Leyte. Diese Provinz hat es sehr schlimm erwischt. Aber es gibt noch viele andere Provinzen und Inseln, die sehr stark betroffen sind. Caritas International wird mit uns gemeinsam die betroffenen Gebieten aufsuchen.

Was wird am dringendsten benötigt?
Natürlich benötigen die Gemeinden jetzt Lebensmittel und Wasser. Es gibt Berichte, dass es in der Provinz Leyte zu Plünderungen kommt, weil die Menschen so verzweifelt sind. Es heißt auch, dass die Zahl der Toten weiter ansteigt. Wir versuchen, Gebiete zu erreichen, über die in den Medien nicht berichtet wird, zu denen wir aber Informationen aus Quellen vor Ort bekommen, speziell von den Pfarreien in den betroffenen Diözesen.

So viele Menschen rufen um Hilfe, aber das Ausmaß dieses Unglücks ist so gewaltig, dass sogar die Regierung erkennt, wie schwierig es ist, alle Opfer dieses zerstörerischen Super-Taifuns zu erreichen.

Viele Kirchen und kirchliche Einrichtungen sind vermutlich ebenfalls betroffen …
Ja, wir haben einen Bericht von einer Nonne aus Cebu erhalten. Sie teilte uns mit, dass 80 Prozent der Gemeinden praktisch dem Erdboden gleichgemacht sind, darunter Schulen, Kirchen und Sporthallen. Die meisten Gebäude sind eingestürzt.

Wir können Ihnen versichern, dass die Menschen in Europa und in der ganzen Welt für Ihr Land beten …
Bitte lassen Sie diese Menschen wissen, welche tiefe Dankbarkeit wir ihnen gegenüber empfinden, für ihre Solidarität, dafür, dass sie uns in diesen schweren Zeiten zur Seite stehen. Wir sind in unserer Gegend an Taifune gewohnt, sie kommen und gehen, aber dieser Super-Taifun ist wirklich absolut katastrophal … Die Menschen sind so verzweifelt. Viele suchen nach ihren Angehörigen und so viele sind ums Leben gekommen.

Hier können Sie Spenden:

Entweder direkt online oder unter:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München
IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Philippinen

So können Sie außerdem helfen

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich. Weitere Filme finden Sie auch in unserer Mediathek.

Schlagworte:
Cebu · Haiyan · Leyte · Naturkatastrophe · Philippinen · Tacloban · Taifun
KIN / S. Stein