Für die Zukunft Syriens beten

Erzbischof von Damaskus bittet um Unterstützung für Christen in seiner Heimat

Samir Nassar, maronitischer Erzbischof von Damaskus.

Samir Nassar, maronitischer Erzbischof von Damaskus.

In einem Appell hat der maronitische Erzbischof von Damaskus, Samir Nassar, Christen weltweit zur Solidarität mit Gläubigen in Syrien aufgerufen.

Nachfolgend veröffentlichen wir die Botschaft von Erzbischof Nassar im Wortlaut, die er während einer Eucharistiefeier anlässlich eines Besuchs von KIRCHE IN NOT in Königstein an die anwesenden Gläubigen und alle Wohltäter und Freunde von KIRCHE IN NOT richtete:

Liebe Schwestern und Brüder!

Mein Land ist in einer sehr schwierigen Lage. Seit drei Jahren gibt es Krieg, der das ganze Land zerstört. Zwei Millionen Häuser und Unterkünfte sind zerstört worden. Das heißt: Zwei Millionen Familien sind ohne Dach über dem Kopf. Die Menschen sind verloren und haben keine Unterstützung.

Die Menschen haben Angst! Sie wollen weg! Doch alle Botschaften sind geschlossen; deswegen sterben sie vor Ort in Einsamkeit und Stille. Und da die Friedhöfe schon voll sind, ist unser einziges Projekt für 2014 der Bau eines größeren Friedhofs.

Maronitische Gläubige bei einer heiligen Messe mit Erzbischof Samir Nassar in Damaskus.

Maronitische Gläubige bei einer heiligen Messe in Damaskus.

Aber die christliche Hoffnung lebt! Mit Hilfe von KIRCHE IN NOT bereiten wir jetzt die Zukunft vor, den Wiederaufbau nach dem Krieg und eine ökumenische Zusammenarbeit der christlichen Kirchen und aller Gläubigen im Orient.

Zweitens wünschen wir die Zusammenarbeit mit dem Islam. Vierzehn Jahrhunderte haben wir in seinem Schatten gelebt. Wenn wir auch künftig leben wollen, geht das nur zusammen. Das ist eine große Herausforderung, aber wir können es schaffen.

Drittens möchten wir den jungen Leuten mehr Gewicht in der Kirche geben und mehr Nachdruck auf die Soziallehre der Kirche legen, weil sie auch unsere Arbeit mit Nicht-Christen berührt. Um die Zukunft vorzubereiten, haben wir einen Seminaristen in den Libanon entsandt. Im Jahr 2020 dürfte er seine Ausbildung abgeschlossen haben und dann mithelfen, die Kirche wieder aufzubauen.

Ich vertraue Syrien euren Gebeten an! Gott segne euch!

Die in der Medienbox vorgestellten Beiträge können Sie bei uns unentgeltlich als CD oder DVD bestellen oder auch in unserer Mediathek anschauen.

So können Sie den Christen im Nahen Osten helfen:

Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib, emeritierter Patriarch von Alexandrien / Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistraße 62
81545 München
Telefon: 089 – 64 24 888-0
Fax: 089 – 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

Schlagworte:
Damaskus · Gebet · Islam · Maroniten · Samir Nassar · Syrien
22.Nov 2013 09:56 · aktualisiert: 4.Feb 2014 16:30
KIN / S. Stein