Lebensmittel und Wort Gottes

Zupackende Ordensfrauen auf den Philippinen brauchen Hilfe

Schwester Rafaela Lazaro von den „Dienerinnen Jesu von der Nächstenliebe“.

Schwester Rafaela Lazaro von den „Dienerinnen Jesu von der Nächstenliebe“.

Ordensfrauen auf den Philippinen bereiten sich darauf vor, in eine der von Taifun „Haiyan“ am meisten zerstörten Regionen vorzudringen. Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT berichtet Schwester Rafaela Lázaro SdeJ, spanische Missionarin der „Dienerinnen Jesu von der Nächstenliebe“ auf den Philippinen, von der großen Not der Menschen in der Erzdiözese Palo.

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Der Bischofssitz von Palo liege nur zwölf Kilometer von der verwüsteten Stadt Tacloban entfernt in der sogenannten „Zone Null“ mit den größten Sturmschäden. „Der Erzbischof des Bistums hat uns um Hilfe gebeten“, erzählt Schwester Lázaro. „Er sagte: ‚Kommen Sie bitte bald und bringen Sie Lebensmittel mit!‘“ 64 Kirchen der Erzdiözese sowie die Kathedrale seien völlig zerstört worden.

Auf diesen Hilferuf hin wird Lázaro gemeinsam mit ihren Mitschwestern in das Katastrophengebiet reisen. Ihre Hauptaufgaben dort sehe sie hauptsächlich in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. „In gemieteten Lastwagen werden wir Lebensmittel mitbringen, denn die Wege sind schwer passierbar und unser Auto kann eine so lange Reise nicht bewältigen“, erläutert die Schwester ihr Vorhaben.

Kirchen werden als Verteilzentren für Hilfsgüter genutzt (Foto: NASSA).

Kirchen werden als Verteilzentren für Hilfsgüter genutzt (Foto: NASSA).

In und um Tacloban herrsche Mangel an Lebensmitteln, Arzneimitteln und Artikeln des täglichen Lebens. Zu diesen Problemen kämen außerdem Plünderungen durch Wegelagerer und Guerillakämpfer, die humanitäre Hilfsgüter stehlen, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Die Ordensfrauen haben KIRCHE IN NOT um Bibeln und religiöse Schriften gebeten. „Wir arbeiten daran, viele Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Wir wollen aber auch den Menschen in den Flüchtlingslagern ohne Strom und fließendes Wasser das Wort Gottes bringen“, erklärt Schwester Lázaro.

Ihrer Beobachtung nach habe die Katastrophe alle Menschen auf den Philippinen noch mehr im Gebet und in den Sakramenten miteinander vereint. „Die Menschen versammeln sich in den Kirchen. Von dort aus werden die Lebens- und Hilfsmittel verteilt.“

Der Supertaifun „Haiyan“ hat ein Trümmerfeld hinterlassen (Foto: NASSA).

Der Supertaifun „Haiyan“ hat ein Trümmerfeld hinterlassen (Foto: NASSA).

Die Erzdiözese Palo erstreckt sich auf nahezu die gesamte Insel Leyte sowie auf die benachbarte Insel Samar. In der Provinz Leyte wurde am Ostersonntag im Jahr 1521 zum ersten Mal eine heilige Messe auf philippinischem Boden gefeiert. Die heutige Erzdiözese zählt 1,5 Millionen Gläubige, die, auf Dutzende Inseln verteilt, in 63 Pfarreien leben.

Helfen Sie den Menschen auf den Philippinen

Wir bitten weiterhin um Ihre Spende für die Betroffenen des Wirbelsturms. Schließen Sie die Menschen auf den Philippinen in Ihre Gebete ein.

Spenden können Sie entweder direkt online oder unter:

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Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
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IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Philippinen

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KIN / S. Stein