„Sie führen ein elendes Leben”

Syrische Flüchtlinge leiden unter Hunger und Kälte

Simon Faddoul, Präsident von Caritas Libanon.

Simon Faddoul, Präsident von Caritas Libanon.

Der ungewöhnlich heftige Wintereinbruch im Nahen Osten bringt mehr als 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge im Libanon und in Jordanien in existenzielle Not.

Gegenüber KIRCHE IN NOT zeigte sich der Präsident von Caritas Libanon, Simon Faddoul, sehr besorgt über die aktuelle Lage der syrischen Flüchtlinge im Libanon: „Sie führen derzeit ein elendes Leben. In vielen Regionen hat es geschneit. Es fehlt an Heizöl, Decken und warmer Kleidung, besonders den Kindern.”

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Die Kriegsflüchtlinge leiden in ihren provisorischen Unterkünften nicht nur unter Kälte, auch Lebensmittel sind knapp. „Wir rufen alle Menschen guten Willens und Herzens auf, sich dieses Dramas anzunehmen und nicht zuzulassen, dass die Not des syrischen Volkes vergessen wird”, appellierte Faddoul.

Der Koordinator der Caritas Jordanien, Omar Abawi, sagte gegenüber KIRCHE IN NOT, dass christliche syrische Flüchtlinge aus Furcht vor Übergriffen Flüchtlingslager mieden. Abawi zufolge halten sich in den großen Flüchtlingslagern keine Christen auf. „Sie werden verdächtigt, auf der Seite des syrischen Regimes zu stehen. Daher haben die Christen Zuflucht in kirchlichen Einrichtungen oder bei Verwandten gesucht.”

Flüchtlinge stehen an für einen Teller Suppe.

Flüchtlinge stehen an für einen Teller Suppe.

Unser Hilfswerk unterstützt die syrischen Flüchtlinge innerhalb und außerhalb Syriens. Während für viele Hilfsorganisationen die Orte des Elends unzugänglich sind, nutzt KIRCHE IN NOT die kirchliche Infrastruktur. Auf diese Weise kann die Hilfe dorthin gelangen, wo sie am nötigsten ist.

„Seit Beginn des Syrienkonflikts haben wir geflohenen Syrern dank unserer Spender mit fast drei Millionen Euro helfen können”, informierte Pater Andrzej Halemba, Leiter der Nahostabteilung von KIRCHE IN NOT. Er sagte weiter, dass die größte Gefahr der Hunger sei. „Ohne Hilfe von außen werden viele nicht überleben”, warnte Halemba.

Die in der Medienbox vorgestellten Beiträge können Sie bei uns unentgeltlich als CD oder DVD bestellen oder auch in unserer Mediathek anschauen.

So können Sie den Christen im Nahen Osten helfen:

Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib von Alexandrien / Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistraße 62
81545 München
Telefon: 089 – 64 24 888-0
Fax: 089 – 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

19.Dez 2013 14:32 · aktualisiert: 4.Feb 2014 16:28
KIN / S. Stein