Lage hat sich zugespitzt

Soforthilfe für christliche Familien in der Stadt Aleppo

Schneefall in der syrischen Stadt Homs.

Schneefall in der syrischen Stadt Homs.

Für die vom Krieg besonders betroffenen Menschen in der syrischen Stadt Aleppo stellt Kirche in Not eine weitere Soforthilfe zur Verfügung.

Seit Ausbruch des Krieges vor fast drei Jahren hat Kirche in Not damit über 2,7 Millionen Euro an Hilfe für die Menschen in der Region geleistet. Diese Gesamtsumme ist eine der größten seit der Gründung der Hilfswerks im Jahr 1947. Das Geld fließt vor allem in die Unterstützung der Seelsorge und Flüchtlingshilfe.

Mit der erneuten Hilfe von 200 000 Euro werden 500 Familien unterstützt, die dringend Gas und Strom zum Heizen und Kochen sowie Medizin, Lebensmittel und Kleidung benötigen. Außerdem erhalten christliche Familien eine finanzielle Hilfe, um Kriegsschäden an ihren Häusern und Läden zu reparieren. Auch die medizinische Versorgung Verwundeter in einem Krankenhaus in Aleppo wird mit der Soforthilfe unterstützt.

Kirche in Not reagiert mit der Hilfszusage auf einen dringenden Appell von Bischof Antoine Audo aus Aleppo. Er berichtete von der „Bombardierung vieler Häuser von Christen“ und von zahlreichen Verwundeten in der Stadt.

Flüchtlinge stehen an für einen Teller Suppe.

Erwachsene und Kinder aus Syrien stehen an für einen Teller Suppe.

Schwester Annie Demerjian von der Kongregation „Schwestern von Jesus und Maria“, die sich in den Städten Aleppo und Al-Hasaka um die vom Krieg betroffenen Menschen kümmert, sagte, dass die Lebenshaltungskosten wegen des Mangels an Materialien stark angestiegen seien. Besonders schwer sei es, im harten Winter an Gas und Diesel zu kommen.

Kirche in Not hat die Arbeit der Schwestern bereits im vergangenen Jahr unterstützt. Die Lage in Syrien hat sich so zugespitzt, dass die Zahl der Menschen, die Hilfe erhalten, innerhalb eines Jahres verdoppelt hat. „Es ist absolut notwendig, den christlichen Familien zu helfen, die völlig entmutigt sind“, beschreibt Schwester Annie die dramatische Lage.

Eines der Hauptziele der Unterstützung sei es, zu helfen, dass Christen in der Region bleiben können, betonte Bischof Audo. „Trotz der dramatischen Lage wollen die Menschen ihre Heimat nicht verlassen“, ergänzte Schwester Annie.

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Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib, emeritierter Patriarch von Alexandrien / Ägypten für KIRCHE IN NOT)

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4.Feb 2014 15:06 · aktualisiert: 5.Feb 2014 08:44
KIN / S. Stein