Für den Frieden beten

Gebetszelte auf dem Maidan-Platz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew

Vermummter Mann auf dem Maidan-Platz (Foto: Jakub Szymczuk).

Vermummter Mann auf dem Maidan-Platz (Foto: Jakub Szymczuk).

Seit Wochen versammeln sich Hunderttausende Ukrainer auf dem Maidan-Platz in der Hauptstadt Kiew, um gegen die Regierung von Wiktor Janukowitsch zu demonstrieren. Bei Auseinandersetzungen in den vergangenen Tagen sind viele Menschen ums Leben gekommen. Die gemeldeten Opferzahlen variieren stark.

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Mitten in diesem aufgeheizten Umfeld gibt es aber auch Plätze der Ruhe. Zwei Zelte auf dem Maidanplatz dienen als Kapellen, in denen Christen aller Konfessionen sich versammeln und für den Frieden beten können.

Vor Ort ist Weihbischof Stanislaw Szyrokoradyuk. Als sich die Lage in Kiew in den vergangenen Tagen zugespitzt hatte, ist er sofort zu den Demonstranten auf dem Maidan-Platz gegangen.

In einem Gespräch mit Kirche in Not sagte er: „Ich bin dorthin, um meinen priesterlichen Dienst und meine geistliche Unterstützung für die Menschen anzubieten. Gläubige aller Konfessionen beten die ganze Zeit. Bitte beten auch Sie für den Frieden in der Ukraine.”

Vertreter unterschiedlicher Konfessionen beten gemeinsam auf dem Maidan-Platz.

Vertreter unterschiedlicher Konfessionen beten gemeinsam auf dem Maidan-Platz (Foto: Jakub Szymczuk).

Auch Bischof Petro Herkulan Matschuk betonte, dass die geistliche Begleitung durch die Kirche für die Menschen auf dem Platz notwendig sei. Kapuzinerbrüder kümmern sich um die verletzten Menschen. Als Symbol des gemeinsamen Gebetes für den Frieden läuteten die Glocken vieler Kirchen in Kiew.

Vielen Dank für Ihr Gebet und Ihre Solidarität.

 So können Sie helfen:

20.Feb 2014 16:35 · aktualisiert: 21.Feb 2014 10:32
KIN / S. Stein