Rudolf Grulich wird 70 Jahre

Kirchenhistoriker und Türkei-Experte von KIRCHE IN NOT feiert Geburtstag

Professor Dr. Rudolf Grulich.

Professor Dr. Rudolf Grulich.

KIRCHE IN NOT gratuliert Rudolf Grulich zu seinem 70. Geburtstag. Von 1982 bis 1985 leitete der Kirchenhistoriker die Pressearbeit der Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus. Bis heute ist er Berater des Hilfswerks, unter anderem zu Fragen der Religionsfreiheit, insbesondere in islamischen Ländern.

Zu diesem Thema wird Grulich von vielen Medien auch als Experte geschätzt. So kommentierte er zum Beispiel den Türkei-Besuch von Papst Benedikt XVI. in der ARD. Auch in unserer Sendereihe „Weitblick“ gab er in mehreren Interviews Einblicke in die Situation der Christen in der Türkei. Heute noch begleitet Grulich als wissenschaftlicher Reiseleiter Gruppen in jenes Land, das den Völkerapostel Paulus und durch ihn viele frühchristliche Gemeinden hervorgebracht hat.

Rudolf Grulich wurde am 16. April 1944 im mährischen Runarz geboren. Zwei Jahre später wurde er zusammen mit Mutter und Großmutter aus der Heimat vertrieben. Die Familie kam nach Oberfranken; sein Vater war zu diesem Zeitpunkt noch in französischer Kriegsgefangenschaft. Unter anderem wegen dieses Hintergrundes der eigenen Vertreibung war Grulich KIRCHE IN NOT schon früh sehr verbunden.

Rudolf Grulich (links) als Fremdenführer einer Reisegruppe auf einer Wallfahrt im Jahr 2013, die von KIRCHE IN NOT mitveranstaltet wurde.

Rudolf Grulich (links) als Fremdenführer einer Reisegruppe auf einer Wallfahrt im Jahr 2013, die von KIRCHE IN NOT mitveranstaltet wurde.

Das Schicksal seiner Heimat hat Rudolf Grulich geprägt und seine wissenschaftliche Arbeit beeinflusst. Nach dem Studium der Katholischen Theologie und der slawischen Sprachen in Königstein im Taunus, Augsburg und Zagreb war er für die Akademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung in München tätig sowie wissenschaftlicher Assistent an den theologischen Fakultäten der Universitäten Bochum und Regensburg.

Professor Grulich ist seit 1988 auch Direktor des heute im hessischen Nidda ansässigen „Instituts für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien“. Als Honorarprofessor lehrt er seit 1990 Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Prof. Dr. Grulich erhält die Ehrenplakette von der Vorsitzenden des BdV, Erika Steinbach MdB.

Prof. Dr. Grulich erhält die Ehrenplakette von der Vorsitzenden des BdV, Erika Steinbach MdB.

Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit sind die Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, die Kirchen im Osten sowie Volksgruppen und Minderheiten in Europa; diese Themen bilden daher auch einen Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen.

Ausdruck seines vielfältigen Engagements sind außerdem die Mitgliedschaften in der „Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste“ in München sowie in der Arbeitsgruppe Vertriebenenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz.

Grulich verantwortete gemeinsam mit anderen Experten das Projekt „Kirche und Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert in den böhmischen Ländern“ der Karlsuniversität Prag. Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter im Jahr 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2012 die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen.

Literatur von Rudolf Grulich

Bei KIRCHE IN NOT ist von Rudolf Grulich unter anderem das Buch „Maria – Königin des Ostens“ erschienen. Es kann für fünf Euro bestellt werden: entweder online oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München

Telefon: 089 / 64 24 888 – 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

16.Apr 2014 11:13 · aktualisiert: 2.Feb 2015 15:47
KIN / S. Stein