„Hilfe von außen erforderlich”

Bischof Kaigama fordert Einsatz des Auslandes im Kampf gegen Boko Haram

Bischof Ignatius Kaigama, Vorsitzender der nigerianischen Bischofskonferenz.

Bischof Ignatius Kaigama, Vorsitzender der nigerianischen Bischofskonferenz.

„Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft den Kampf gegen extremistische Gewalt in Nigeria aufnimmt“, sagte der Vorsitzende der Nigerianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Kaigama, gegenüber KIRCHE IN NOT.

Bislang hätten die Regierungen der westlichen Staatengemeinschaft nur Solidaritätsbekundungen abgegeben. Nun sei konkrete Hilfe von außen erforderlich, um gegen die islamistisch-terroristische Gruppierung Boko Haram vorzugehen, sagte Kaigama.

Nigeria ist in den vergangenen Wochen von mehreren Anschlägen der Gruppierung mit mehreren Hundert Todesopfern und Verletzten erschüttert worden. Außerdem entführte Boko Haram mehr als 300 Schülerinnen, überwiegend Christen.

Der Erzbischof von Jos führte aus, dass Nigeria die Hilfe ausländischer Geheimdienste benötige. „Nur die internationale Staatengemeinschaft kann den illegalen Waffenhandel unterbinden, Grenzkontrollen verstärken und die Versorgungswege von Boko Haram kappen“, so Kaigama.

Die radikalislamische Gruppierung gehe hauptsächlich gegen Christen vor, sagte der Erzbischof. Dementsprechend fanden die jüngsten Bombenanschläge an Orten statt, an denen überwiegend Christen leben. „Boko Haram möchte in einigen Teilen des Landes das Christentum ausmerzen“, sagte Kaigama abschließend.

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23.Mai 2014 09:51 · aktualisiert: 23.Mai 2014 09:54
KIN / S. Stein