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Klarissen bauen auf Ihre Hilfe

Das Kloster der Schwestern steht kurz vor der Fertigstellung

Kapuziner-Klarissen aus Mexiko.

Kapuziner-Klarissen aus Mexiko.

„Mit großer Freude teilen wir Ihnen mit, dass mit der Gnade Gottes und der Großzügigkeit von Menschen wie Ihnen, der Bau unseres Klosters ‚Heilige María von Guadalupe’ in der Diözese Cuauhtémoc-Madera beinahe fertiggestellt ist … Tausend Dank an die Wohltäter von KIRCHE IN NOT! Gott möge es ihnen vergelten!“

Mit diesen Worten dankt die Priorin der Klarissen, Schwester Elena Salas Nieto, für die Unterstützung des Klosterbaus, der bereits 2005 begonnen wurde und noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

27 Jahre lang wohnten die Schwestern in einem alten Gebäude, bis KIRCHE IN NOT ihnen ihre Unterstützung für den Bau eines neuen Klosters zusagte. Nachdem in den letzten Jahren nach und nach Klausur, Refektorium, Rekreationssaal und Kapelle entstanden, soll nun das Gästehaus fertiggestellt werden. Hier fehlen noch die Küche und zwei Aufenthaltsräume.

Die Schwestern freuen sich auf die Fertigstellung ihres Klosters. Es ist wichtig für sie und auch für ihre gesamte Umgebung, denn es fördert ein „Klima der Einsamkeit und der Stille“ und ist unerlässlich für den kontemplativen Lebensstil, erläutert Schwester Elena. „Es ist auch sehr wichtig für Priester, Ordensleute und Menschen, die eine intime Begegnung mit Gott suchen“, fügt die Priorin hinzu.

Klarissenkloster im Bistum Cuauhtemoc Madera.

Klarissenkloster im Bistum Cuauhtemoc Madera.

Im entstehenden Gästehaus können Besucher aufgenommen werden, die Gott begegnen wollen und einen Sinn in ihrem Leben suchen. Schon jetzt ist das Kloster ein Anlaufpunkt für viele Menschen, die mit ihren „Sorgen des Alltags wie Hunger, Krieg, Gefängnis, Verfolgung, Trübsal, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Ungerechtigkeit, Mangel an Glauben“ kommen, erzählt die Priorin.

Die Schwestern helfen ihnen, wo sie können und bringen ihre Anliegen vor das Allerheiligste, „mit der Gewissheit, gehört zu werden“. Immer wieder sehen sie Menschen, die an einem Abgrund stehen. Sie versuchen, sie wieder aufzurichten, unter anderem mit einer Ambulanz und einer Essensausgabe.

Die Ordensgemeinschaft ist eine Blüte der weiblichen Berufungen zum kontemplativen Leben weltweit, nicht nur in Mexiko, sondern auch in Afrika und Asien. Sie ist seit 1665 in Mexiko präsent. In wenigen Jahren schlossen sich viele junge Frauen an.

Im Inneren des Klarissenklosters.

Im Inneren des Klarissenklosters.

Der Orden breitete sich rasch in ganz Mexiko aus. In Madera entstand das erste Kloster 1988. Anfangs lebten hier sieben Schwestern, doch innerhalb weniger Jahre verdoppelte sich ihre Zahl. Heute sind es 23 Ordensfrauen. Ihr vorrangiges Charisma ist die Anbetung.

Die Schwestern leben nach dem Charisma: „Ganz in Gott sein und ewig in Gott leben!” Sie sind eine junge, dynamische Gemeinschaft „mit einem großen Willen zu wachsen und viel Hoffnung, dort mit Liebe zu wirken, wo sie gebraucht werden, um die Saat des Glaubens für die zukünftigen Generationen zu legen”.

Für die letzte Bauetappe bitten uns die Ordensfrauen noch einmal um Hilfe. Zwei Schwestern mussten kürzlich ins Krankenhaus; die Operationen mussten mit den letzten Geldreserven bezahlt werden. Ohne die erneute großzügige Hilfe von Wohltätern können die Schwestern die Arbeiten an ihrem Kloster nicht fertigstellen.

Hintergrund:

Das Gnadenbild der Maria von Guadalupe von 1531. Wie das Bild in das Gewebe aus der Agavepflanze kam, kann bis heute naturwissenschaftlich nicht erklärt werden.

Das Gnadenbild der Maria von Guadalupe, der Patronin von Lateinamerika.

Mexiko ist ein von Gewalt, organisierter Kriminalität, Korruption, Drogenhandel und -konsum bedrohtes Land. Obwohl 90 Prozent der Bevölkerung katholisch sind, steckt das Land in einer tiefen Krise.

Im Kampf der Regierung gegen die Macht der Drogenkartelle sind bereits Zehntausende ums Leben gekommen. Entführungen sind an der Tagesordnung.

Neben der bedrückenden, alltäglichen Gewalt gibt es gesellschaftliche Tendenzen, zentrale christliche Überzeugungen zurückzudrängen, wie zum Beispiel zum Lebensrecht ungeborener wie alter Menschen oder zu Ehe und Familie. Zudem wird nach wie vor die Religionsfreiheit in der Verfassung des Landes nicht ausdrücklich erwähnt.

Mexiko hat knapp 110 Millionen Einwohner. Ein Drittel der Bevölkerung gehört indigenen Volksgruppen an, etwa 60 Prozent sind Mestizen. Die katholische Kirche gliedert sich in 14 Erzdiözesen und 67 Diözesen.

13.Jun 2014 15:05 · aktualisiert: 23.Jun 2015 10:13
KIN / S. Stein