„Papstbesuch war ein Erfolg”

Franziskanerkustos hofft auf positive Impulse nach Visite des Heiligen Vaters

Pierbattista Pizzaballa, Kustos im Heiligen Land.

Pierbattista Pizzaballa, Kustos im Heiligen Land.

Einen Monat nach dem Papstbesuch im Nahen Osten hat der Kustos der Franziskaner im Heiligen Land, Pater Pierbattista Pizzaballa, eine positive Bilanz gezogen.

Gegenüber KIRCHE IN NOT sagte er: „Der Besuch war meiner Meinung nach ein Erfolg. Natürlich hat er nicht über Nacht Frieden gebracht.

Aber seine Worte und Gesten hier und das anschließende Friedensgebet im Vatikan mit Israels Präsident Peres und Palästinenserpräsident Abbas am Pfingstsonntag haben doch gezeigt, dass es neben der Politik noch andere Aspekte des Frieden gibt.

Es ging dem Papst darum, andere Wege zu zeigen und die Mentalität für Frieden zu stiften. Er wollte sagen, dass jeder in seinem Kontext aufgerufen ist, für den Frieden zu wirken. Das ist positiv auf beiden Seiten angekommen. Das wurde mir aus beiden Präsidentenbüros bestätigt.”

Heilige Messe mit Papst Franziskus in Bethlehem.

Heilige Messe mit Papst Franziskus in Bethlehem.

Besonders hob Pizzaballa die ökumenische Dimension des Papstbesuchs hervor. Franziskus hatte sich am 25. Mai mit dem Ehrenoberhaupt der Orthodoxie, Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel, in der Jerusalemer Grabeskirche getroffen. Damit wollten die beiden Kirchenführer an die historische Begegnung ihrer Vorgänger fünfzig Jahre zuvor erinnern.

„Unsere orthodoxen Freunde waren sehr glücklich mit dem Ereignis. Es hat eine gute Atmosphäre zwischen uns geschaffen. Dieses Treffen war ja der Hauptzweck der Heiligland-Reise. Und meiner Meinung nach war es auch der größte Erfolg”, so Pizzabella.

We love Papa Francis - Anhänger des Heiligen Vaters begrüßen Papst Franziskus.

We love Papa Francis – Anhänger des Heiligen Vaters begrüßen Papst Franziskus.

Wie auch bei den positiv verlaufenen interreligiösen Begegnungen des Papstes mit Juden und Muslimen komme es jetzt auf die Menschen vor Ort an, daran anzuknüpfen und weiterzuarbeiten. „Solche Besuche können Impulse geben. Die Arbeit muss aber dann vor Ort erfolgen. Es liegt jetzt an uns”, so der Kustos.

Die nächste Auslandsreise von Papst Franziskus ist vom 13. bis 18. August nach Südkorea. Anlass ist der asiatische Jugendtag. Während dieser Reise wird er auch den koreanischen Märtyrer Paul Yun Ji-Chung und 123 seiner Leidensgenossen seligsprechen.

 So können Sie den Christen im Heiligen Land helfen:

Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib, emeritierter Patriarch von Alexandrien/Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistraße 62
81545 München
Telefon: 089 – 64 24 888-0
Fax: 089 – 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

25.Jun 2014 09:57 · aktualisiert: 4.Dez 2015 09:55
KIN / S. Stein