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Zeugnis des gelebten Glaubens

Helfen Sie den Klarissen in der kolumbianischen Stadt Popayan

Gruppenfoto der Klarissen aus Popayan/Kolumbien.

Gruppenfoto der Klarissen aus Popayan/Kolumbien.

Popayán im Südwesten des Landes ist das Zuhause von Klarissen. Im Kloster „Heilige Klara von Popayan” leben noch 16 Schwestern. Es waren vor zwei Jahren noch einige mehr, aber sie sind weggezogen, um in einem anderen Teil Kolumbiens ein weiteres Kloster zu gründen. Die älteste Schwestern ist 94 Jahre als, die jüngste gerade 17 Jahre.

Jahr für Jahr entscheiden sich Dutzende junger Kolumbianerinnen und Kolumbianer für ein Leben im Dienst am Nächsten, ob als Ordensfrau, Ordensmann oder Priester. 96,7 Prozent der 46 Millionen Kolumbianer gehören den christlichen Kirchen an. Ein Drittel nimmt regelmäßig am kirchlichen Leben teil.

Die Zahl der Berufungen ist hoch. Die Ordensgemeinschaft hat großen Zulauf. Immer wieder kommen junge Frauen nach und lassen sich einkleiden. Erst vor zwei Jahren konnte ein neues Klosters gegründet werden, weil so viele junge Frauen nachgekommen waren.

„Wir orientieren uns am armen, demütigen und gekreuzigten Christus und am Beispiel des heiligen Franziskus und der heiligen Clara von Assisi, die das Evangelium lebten”, stellen die Schwestern sich selbst vor. Ihr Alltag wird strukturiert vom kontemplativen Gebet, der Stille, dem gemeinschaftlichen Leben, der Freude, der Armut und der Arbeit. Ihr Leben ist das Gebet.

Die Klarissen aus Popayan vor einer Lourdesgrotte.

Die Klarissen aus Popayan vor einer Lourdesgrotte.

Für die Diözese sind die Klausurschwestern von unschätzbarem Wert – ihre Präsenz ist ein Zeugnis des gelebten Glaubens in einer von Elend und Gewalt geprägten Umgebung. Die Einheimischen besuchen die Schwestern und geben sogar noch von dem Wenigen, was sie haben.

Die Geistlichen, Ordensfrauen und pastoralen Mitarbeiter werden gebraucht, denn die Menschen in Kolumbien leben in einer Dauerkrise. Immer wieder liefern sich Polizei, Militär, Drogenkartelle und Guerilla wüste Schlachten, denen Schätzungen zufolge allein in den 1990er-Jahren rund 40 000 Menschen zum Opfer fielen.

Eine Einnahmequelle des Klosters ist der Verkauf von Backwaren.

Eine Einnahmequelle des Klosters ist der Verkauf von Backwaren.

Die Kirche antwortet auf die Verwüstung und Gewalt mit Versöhnung und Liebe und nimmt sich besonders der notleidenden Bevölkerung in den ländlichen Gebieten an.

Die Schwestern beten täglich für ihre Umgebung, die von großer Armut geprägt ist. Die wirtschaftliche Situation in der Region hat sich nach einem besonders harten Winter noch verschlimmert. Nicht nur die Einwohner leiden unter der Armut, auch die Ordensfrauen kämpfen um ihr tägliches Auskommen.

Die Priorin Maria Leticia vom Kinde Jesu berichtet, dass die Einkünfte des Klosters durch Backartikel, der Stickerei von liturgischen Gewändern und der Herstellung von Kerzen und anderen Gegenständen nicht ausreichen.

Sie bittet demütig um finanzielle Unterstützung für die Absicherung der 16 Schwestern. 1600 Euro braucht es, damit sie über die Runden kommen. KIRCHE IN NOT unterstützt die Klarissinnen in Popayán seit Jahren und möchte auch in diesem Jahr helfen.

KIN / S. Stein