„Wir brauchen Hilfe von außen”

Patriarch besucht schwerverletzte Gaza-Bewohner in Jerusalemer Krankenhaus

Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.

Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem.

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, hat angesichts der vielen Opfer durch die Kämpfe zwischen Israel und der Hamas dazu aufgerufen, die Menschen im Gazastreifen nicht zu vergessen.

Er besuchte in dieser Woche das katholische St.-Joseph-Krankenhaus in Jerusalem, wo derzeit 25 Schwerverletzte aus Gaza behandelt werden. Bis auf einen christlichen Patienten sind alle Muslime.

Die katholische Kirche im Heiligen Land, so Twal weiter, tue, was sie könne, um den leidenden Menschen zu helfen.

„Wir machen dabei keine Unterschiede zwischen Muslimen und Christen. Alle leiden und alle brauchen unsere Hilfe. Das ist unsere Mission als Kirche. Wir allein können das aber nicht schaffen, sondern brauchen Hilfe von außen.

Fouad Twal im Gespräch mit einem schwerverletzten Patienten aus Gaza.

Fouad Twal im Gespräch mit einem schwerverletzten Patienten aus Gaza.

Ich rufe die Welt auf, auf die Situation in Gaza zu schauen und die Menschen dort nicht zu vergessen. Sie haben nichts mit diesem Krieg zu tun, zahlen aber den Preis.” Seiner Meinung nach gebe es im Krieg in Gaza keinen Sieger, sondern nur Verlierer.

Bei den Kämpfen kamen seit der Beginn der israelischen Offensive am 8. Juli auf palästinensischer Seite über 1400 Menschen ums Leben; auf israelischer Seite gibt es über 50 Opfer, der überwiegende Teil Soldaten.

So können Sie helfen:

KIN / S. Stein