Irak: Weitere 100.000 Euro Soforthilfe

KIRCHE IN NOT reagiert auf Hilferuf aus Bagdad

Flüchtlinge in einem Notlager in Ankawa bei Erbil / Nordirak. Foto: ankawa.com.

Flüchtlinge in einem Notlager in Ankawa bei Erbil/Nordirak. Foto: ankawa.com.

KIRCHE IN NOT hat für irakische Christen auf der Flucht vor der islamistischen Terrorgruppe IS (Islamischer Staat) erneut eine Soforthilfe von 100.000 Euro zugesagt. Unser Hilfswerk reagiert damit auf die dringende Bitte des Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche im Irak, Louis Rafael I. Sako aus Bagdad.

Bereits kurz nach Beginn der Aggressionen von IS gegen die Christen im Irak hatte KIRCHE IN NOT im Juni dieses Jahres 100.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

Anfang August beschrieb Sako unserem Hilfswerk die Situation der Flüchtlinge so: „In den Tausenden von Flüchtlingsfamilien quer durch das Gebiet von Kurdistan treffen Tod und Krankheit vor allem Kinder und ältere Menschen. Auf der Flucht vor den vorrückenden IS-Milizen haben sie alles verloren, während die humanitäre Hilfe unzureichend ist.“

Allein in Ankawa, einer Vorstadt von Erbil, hielten sich derzeit 70 000 christliche Flüchtlinge auf. Ihre Zahl ist damit fast doppelt so hoch wie die Zahl der Einwohner. Wie der Patriarch berichtet, hätten viele irakische Flüchtlingsfamilien in Kirchen und Schulen ein Obdach und Versorgung gefunden. „Die Situation dieser Familien ist recht gut. Doch beklagenswert ist die Situation derer, die auf Straßen und öffentlichen Parkanlagen kampieren müssen. Ihnen fehlen ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Wasser und Medikamente.“ In dieser Katastrophe würden die Kirchen alles ihnen mögliche aufbieten, betonte der Patriarch.

Sako schilderte auch die Situation in den christlichen Dörfern rund um Mossul bis hin zur Grenze von Kurdistan: „Die Kirchen sind verwüstet und entweiht, fünf Bischöfe mussten ihr Bistum verlassen, Priester und Ordensleute mussten aus ihren Missionsstationen fliehen.“

KIRCHE-IN-NOT-Delegation besuchte Flüchtlinge vor Ort

Auf Einladung von Patriarch Sako ist vom 13.-16. August 2014 eine Delegation von KIRCHE IN NOT in den Irak gereist – um den Menschen dort unsere Solidarität zu bekunden, um zu prüfen, wie wir am besten helfen können und um die Welt auf die Not aufmerksam zu machen.

Zur Bilderstrecke

Helfen Sie den Christen im Irak

KIRCHE IN NOT bittet um Spenden für die Arbeit der Kirche im Irak. Sie können direkt und sicher online spenden oder unter:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Bitte geben Sie als Verwendungszweck Flüchtlingshilfe Irak an.

Informieren Sie sich weiter:

11.Aug 2014 16:31 · aktualisiert: 23.Mrz 2015 10:02
KIN / T. Waitzmann