50.000 Euro Soforthilfe für den Gazastreifen

KIRCHE IN NOT unterstützt Flüchtlingshilfe und Seelsorge

Pater Mario da Silva arbeitet in der Pfarrei Heilige Familie" in Gaza-Stadt.

Pater Mario da Silva arbeitet in der Pfarrei “Heilige Familie” in Gaza-Stadt.

Unser Hilfswerk stellt für die pastorale und humanitäre Arbeit der Kirche im Gazastreifen eine Soforthilfe von 50.000 Euro bereit. Das Geld soll der Flüchtlingshilfe der Pfarreien vor Ort und der Seelsorge für die verängstigten Menschen zugutekommen.

In der katholischen Schule „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt haben etwa 900 Flüchtlinge Zuflucht gefunden. „Wir bemühen uns, die grundlegendsten Bedürfnisse der Flüchtlinge nach Wasser, Nahrung und Kleidung zu stillen“, sagte der verantwortliche Priester, Pater Mario da Silva, gegenüber KIRCHE IN NOT.

Seit Anfang Juli, seitdem sich Kämpfer der radikal-islamischen Hamas und die israelische Armee wechselseitig beschießen, ist das Leben in der Pfarrei „Heilige Familie“ nahezu zum Erliegen gekommen. „Die Menschen trauen sich wegen der Bombenangriffe nicht auf die Straße und bleiben lieber in ihren Häusern. Selbst am Sonntag kommen derzeit nie mehr als fünf Gläubige in die Kirche. Trotzdem feiern der Pfarrer und ich jeden Tag die heilige Messe,“ berichtet Pater Mario da Silva.

Um den persönlichen Kontakt zu den Gläubigen dennoch aufrecht zu erhalten, beschreitet der aus Brasilien stammende Geistliche neue Wege der Seelsorge und greift zum Telefonhörer. „Täglich rufen der Pfarrer und ich bei den Gläubigen an. Wir erkundigen uns bei den Familien, wie es ihnen geht, was sie brauchen und sprechen ihnen Mut zu“.

1300 Christen leben im Gazastreifen

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sind in dem Krieg seit dem 8. Juli bislang über 1700 Palästinenser ums Leben gekommen, mehr als 9000 wurden teilweise schwer verletzt, über 254 000 Menschen sind innerhalb des Gaza-Streifens auf der Flucht. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten.

Auch die christliche Gemeinschaft Gazas wurde schwer vom Krieg getroffen. Etwa 1300 Christen leben in dem Gebiet mit seinen ungefähr 1,8 Millionen muslimischen Bewohnern. Der griechisch-orthodoxen Kirche gehören schätzungsweise 1200 Gläubige an, der römisch-katholischen etwa 170. Beide Kirchen haben neben christlichen auch muslimische Flüchtlinge in ihren Gebäuden aufgenommen.

Helfen Sie den Christen im Gazastreifen:

KIRCHE IN NOT bittet um Spenden für die Arbeit der Kirche im Gazastreifen. Sie können direkt und sicher online spenden oder an:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
LIGA Bank München

IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Bitte geben Sie als Verwendungszweck Gazastreifen an.

Informieren Sie sich weiter:

Beten Sie: Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten. Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.
(Gebet von Antonios Kardinal Naguib, emeritierter Patriarch von Alexandrien/Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
KIRCHE IN NOT
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13.Aug 2014 09:55 · aktualisiert: 13.Aug 2014 09:57
KIN / T. Waitzmann