„USA und Europa haben Verantwortung für Irak”

Patriarch Louis Rafael Sako aus dem Irak appelliert an den Westen

Patriarch Louis Rafael Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche.

Patriarch Louis Rafael Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche.

Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die USA und Europa, hat eine moralische und historische Verantwortung für den Irak. Dies sagte der chaldäisch-katholische Patriarch von Bagdad, Louis Rafael Sako, in einem Aufruf, der dem unserem Hilfswerk vorliegt.

Um eine Ausweitung der Gewalt der radikal-islamischen Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) gegen Andersgläubige zu verhindern, sei eine „effektive internationale Unterstützung“ dringend nötig. IS könne durch „Schweigen und Passivität ermutigt werden, noch mehr Tragödien zu verursachen“, schrieb Sako.

Das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche beklagte, dass sich der IS inzwischen neue Waffen besorgen konnte und finanziell wie personell unterstützt wurde. Die bislang getroffenen Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft hätten „nichts verändert“, und noch immer stehe „das Schicksal der betroffenen Menschen auf der Kippe, als seien diese Leute keine Mitglieder der Menschheit“.

Die Flüchtlinge müssen bei Temperaturen von über 40 Grad im Freien ausharren.

Die Flüchtlinge müssen bei Temperaturen von über 40 Grad im Freien ausharren.

Seiner Ansicht nach sei das Gewissen der Welt sich nicht vollständig bewusst, wie ernst die Lage sei. Der Patriarch betonte, dass die Sicherheit im Irak nur gewährleistet werden könne, wenn die internationale Gemeinschaft zusammen mit der Zentralregierung des Irak und der Regionalregierung von Kurdistan zusammenarbeite.

Im Hinblick auf die 600 000 Christen, die seit 2000 das Land verlassen haben, und die 300 000 Christen, die derzeit das Land verlassen wollen, erklärte Sako, dass der christliche Glaube eine lange Geschichte im Irak habe. „Die Christen sind ein unersetzlicher Bestandteil der irakischen Gesellschaft, und Gott hat einen eigenen Plan für unsere Anwesenheit in diesem Land“, sagte Sako.

Seit Beginn der Aggressionen von IS gegen die Christen im Irak im Juni dieses Jahres hat KIRCHE IN NOT 200.000 Euro Soforthilfe für die Flüchtlingshilfe der dortigen Kirche zur Verfügung gestellt.

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Titelbild des Buchs "Der Irak - Christen im Land der Propheten".

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27.Aug 2014 11:41 · aktualisiert: 23.Mrz 2015 10:06
KIN / S. Stein