Neuanfang nach Klostersprengung

KIRCHE IN NOT unterstützt vor IS geflohene Ordensfrauen im Nordirak

Schwester Sanaa Hana.

Schwester Sanaa Hana.

Unser Hilfswerk hilft irakischen Ordensfrauen nach ihrer Flucht vor dem IS (Islamischer Staat) bei ihrem Neuanfang im kurdischen Autonomiegebiet. Der Konvent von Schwester Sanaa Hana aus Mossul wurde vom IS Ende November 2014 gesprengt.

„Das Kloster war jahrzehntelang unsere geistliche Heimat. Seine Zerstörung hat uns alle sehr traurig gemacht“, sagte die Ordensfrau, die die Schwesterngemeinschaft vom Heiligsten Herzen Jesu leitet. Die Nonnen hatten in Mossul ein Heim für alte Menschen unterhalten.

Heute lebt die Ordensfrau in Ankawa, einem christlichen Stadtteil von Erbil. Dort hilft KIRCHE IN NOT ihr und ihren zwanzig Mitschwestern, zu einem geregelten Ordensleben zurückzukehren. Darüber hinaus errichtet das Hilfswerk eine provisorische Schule für christliche Flüchtlingskinder. Die Schwestern werden dort unterrichten. Außerdem nähen sie Messgewänder für Priester, die auf der Flucht vor dem IS ihren ganzen Besitz zurücklassen mussten.

Schwester Sanna Hanna mit Kindern in Ankawa.

Schwester Sanna Hanna mit Kindern in Ankawa.

Bereits Monate vor der Sprengung des Konvents in Mossul mussten die Ordensfrauen ihr Haus verlassen, da es an der Frontlinie zwischen den Regierungstruppen und den IS-Kämpfern lag. „Zunächst fanden wir in Mossul einen Zufluchtsort. Kurz bevor die Dschihadisten die Stadt übernahmen, konnten wir in einen Nachbarort fliehen, buchstäblich in letzter Minute“, berichtet sie.

Schwester Sanaa widerstrebte die Vorstellung, dass das Klosterarchiv in den Kriegswirren verloren geht. Daher suchte sie nach der Eroberung Mossuls noch dreimal ihr Kloster auf, um wichtige Dokumente in Sicherheit zu bringen. „Ich sah es als Ordensoberin als meine Pflicht an, das Klosterarchiv zu retten. Es ist ja unser hundertjähriges Gedächtnis.“

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Titelbild des Buchs "Der Irak - Christen im Land der Propheten".

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KIN / S. Stein