„Lasst mich mit meinem Volk weinen”

Syrischer Erzbischof nach vermehrten Angriffen auf die Stadt Aleppo

Jean-Clement Jeanbart, Erzbischof der melkitischen griechisch-katholischen Kirche von Aleppo/Syrien.

Jean-Clement Jeanbart, Erzbischof der melkitischen griechisch-katholischen Kirche von Aleppo/Syrien.

Die Situation der Einwohner in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo hat sich in den letzten Wochen weiter verschlimmert.

Dies schrieb Jean-Clément Jeanbart aus Aleppo, Erzbischof der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, an KIRCHE IN NOT.

Die syrische Regierung habe als Reaktion auf Rebellenoffensiven ihre Bombenangriffe auf Aleppo verschärft. Auch der Bischofssitz in Aleppo, der bereits mehr als zwanzig Mal von Mörsergranaten getroffen worden ist, sei erneut unter Beschuss geraten.

Wie der Erzbischof berichtet, seien bei Militärschlägen in den letzten beiden Jahren fünf der insgesamt zwölf melkitischen Kirchen in Aleppo beschädigt worden. Vor den Angriffen seien mehr als 150 000 Christen geflohen. Weniger als 100 000 Christen leben derzeit noch in der Stadt.

Erzbischof Jean-Clement Jeanbart betrachtet die Schäden an Häusern im christlichen Stadtviertel von Aleppo (Foto: KIRCHE IN NOT/Melkitische Erzdiözese Aleppo).

Erzbischof Jean-Clement Jeanbart betrachtet die Schäden an Häusern im christlichen Stadtviertel von Aleppo (Foto: KIRCHE IN NOT/Melkitische Erzdiözese Aleppo).

Jeanbart möchte den in Aleppo verbliebenen Gläubigen nach Kräften beistehen. „Lasst mich mit meinem Volk weinen, das vergewaltigt und dahingemordet wird. Lasst mich den vielen Familien in Aleppo beistehen, die ihre Toten beklagen“, heißt es in dem Schreiben.

Ungeachtet der Kriegswirren versucht Erzbischof Jeanbart, die Seelsorge in seinen Pfarreien in Aleppo aufrechtzuerhalten.

KIRCHE IN NOT hat die Kirche in Syrien und im Irak seit Ende 2011 mit mehr als zwölf Millionen Euro unterstützt.

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3.Jun 2015 12:45 · aktualisiert: 28.Aug 2015 10:43
KIN / S. Stein