Der Hoffnung Raum geben

Bischof von Augsburg weiht „Haus Pater Werenfried“ auf der „Fazenda” in Irsee ein

Bischof Konrad Zdarsa hat das „Haus Werenfried“ eingeweiht.

Bischof Konrad Zdarsa hat das Haus „Pater Werenfried“ eingeweiht.

„Haus Pater Werenfried“, so heißt das neue Gebäude auf der Fazenda da Esperança („Hof der Hoffnung“) in Irsee bei Kaufbeuren im Ostallgäu. Der Augsburger Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat es am 10. Dezember nach fünf Jahren Bauzeit eingeweiht.

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Auf der „Fazenda” in Irsee leben und arbeiten junge Männer, die aus der Kraft des Wortes Gottes in der Heiligen Schrift, durch Arbeit und Gemeinschaftserfahrung ihre Drogenabhängigkeit und andere Süchte überwinden.

Im neuen Gebäude haben sie nun ausreichend Platz, um religiöse Schriften, Prayerboxen und andere Artikel von KIRCHE IN NOT zu lagern und an Besteller in die ganze Bundesrepublik zu senden.

Seit Jahren arbeitet die Fazenda in Irsee mit KIRCHE IN NOT zusammen. Der Gründer des Hilfswerks, Pater Werenfried van Straaten, ist der Namensgeber des Hauses. Es bietet mit fünf Gästezimmern Familien oder Einzelpersonen eine Übernachtungsmöglichkeit. Sie können auf der Fazenda Urlaub machen oder Tagungen veranstalten. Hierfür eignet sich ein großer Saal im neuen Gebäude.

Eines der Gästezimmer im „Haus Werenfried“ auf der Fazenda.

Eines der Gästezimmer im Haus „Pater Werenfried“ auf der Fazenda.

Als der aus Brasilien stammende Leiter der Fazenda, Luiz Fernando Braz, den Augsburger Bischof eingeladen hatte, das  Haus„Pater Werenfried“ einzuweihen, überlegte dieser nicht lange.

„Ich habe gerne zugesagt, denn hier auf der Fazenda wird Nächstenliebe konkret. Hier wird jungen Menschen in bedrängenden Krisensituationen geholfen. Ich bin sehr froh, dass es so eine Einrichtung in meiner Diözese gibt“, so Zdarsa.

Braz sieht in der Versandarbeit einen enormen Wert für die jungen Erwachsenen: „Früher haben die Jungs verächtliche Worte von der Gesellschaft gehört: ,Die taugen nichts, die machen alles nur kaputt, die sind böse.‘ Nun ist es anders. Sie fühlen sich gut, wenn sie ihre Arbeit im Auftrag von KIRCHE IN NOT erledigen.

Auf der Fazenda da Esperança in Irsee werden unter anderem die beliebten Prayerboxen von KIRCHE IN NOT bestückt.

Auf der Fazenda da Esperança in Irsee werden unter anderem die beliebten Prayerboxen von KIRCHE IN NOT bestückt.

Sie wissen: Jedes Paket mit Kinderbibeln, Katechismen oder Prayerboxen, das sie verpacken, erreicht einen Menschen und wird ihm nützen. Sie entdecken durch die Arbeit für KIRCHE IN NOT: Ich bin geliebt und ich kann lieben.“

Pater Hans Stapel.

Pater Hans Stapel.

KIRCHE IN NOT hat die „Fazendas da Esperança“ vielfach gefördert. „Pater Werenfried hat von Anfang an verstanden, dass es sich bei den Fazendas um ein spirituelles Werk handelt.

Hierher kommen Menschen, die durch verschiedenste Umstände oft weit weg von Gott geraten sind, und nun zu Gott zurückfinden.

Indem sie das Wort Gottes täglich in die Tat umsetzen, entdecken sie in ihrem Leben einen tiefen Sinn. Dies hat Pater Werenfried begeistert“, erklärt der Initiator der Fazenda-Idee, der in Brasilien lebende deutsche Franziskanerpater Hans Stapel.

Der „Hof der Hoffnung“ in Bickenried ist eine von über 120 Fazendas weltweit in 17 Ländern. Seit 1983 haben etwa 30 000 junge Erwachsene mit Suchtproblemen etwa ein Jahr auf einem der Höfe verbracht. Das Projekt ist erfolgreich: Die Heilungsquote liegt bei mehr als 84 Prozent.

14.Dez 2016 12:54 · aktualisiert: 19.Dez 2016 09:22
KIN / S. Stein