Erneuerung der Weihe an die Muttergottes

KIRCHE IN NOT unternimmt internationale Pilgerfahrt nach Fatima

Unsere Liebe Frau von Fatima.

Unsere Liebe Frau von Fatima.

Anlässlich des Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima vor 100 Jahren veranstaltet KIRCHE IN NOT vom 11.-17. September eine Pilgerfahrt in den portugiesischen Wallfahrtsort.

Das Hilfswerk, das in diesem Jahr das 70. Jubiläum seines Bestehens feiert, ist eng mit den Botschaften verbunden, die die Heilige Jungfrau im Jahr 1917 an drei Hirtenkinder gerichtet hatte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wallfahrt werden die vor 50 Jahren vorgenommene Weihe an die Muttergottes erneuern.

Geleitet wird die Pilgerfahrt, an der Hunderte Wohltäter und Mitarbeiter aus vielen Nationalbüros von KIRCHE IN NOT teilnehmen, von Mauro Kardinal Piacenza, dem Internationalen Präsidenten von KIRCHE IN NOT.

Das Hilfswerk sei von jeher eine unmittelbare Antwort auf den Aufruf der Gottesmutter zur Bekehrung und zur Rückkehr zu Gott gewesen, erklärt Pater Martin Barta, der Internationale Geistliche Assistent.

Papst Franziskus in Fatima im Mai 2017 (Foto: Arlindo Homem).

Papst Franziskus in Fatima im Mai 2017 (Foto: Arlindo Homem).

„Die internationale Pilgerfahrt ist für alle Mitarbeiter und Freunde von KIRCHE IN NOT eine einzigartige Gelegenheit, um sich zu Füßen Mariens zu versammeln und ihren Einsatz für die verfolgte und leidende Kirche zu erneuern.

Im dritten Fatima-Geheimnis hat Maria uns klar vor Augen geführt, dass es Leid und Verfolgung geben werde. Vor allem aber hat sie uns den Weg gezeigt, wie wir dieses Leid durch Gebet und opferbereite Liebe mildern und überwinden können.

„Den Weg der Liebe fortsetzen”

Unter der Führung Mariens möchten wir diesen Weg der Liebe fortsetzen, um so der leidenden Kirche, den ärmsten und gedemütigten Menschen sowie den Priestern und Ordensschwestern zu helfen, die oft mit leeren Händen die Gegenwart Gottes zu den entlegensten und unwirtlichsten Orten bringen, indem sie den am meisten vergessenen Gemeinden dienen“, so Barta.

Pater Werenfried vor der Basilika in Fatima.

Pater Werenfried vor der Basilika in Fatima.

Das vor der Wallfahrtskirche von Fatima aufgestellte Stück der Berliner Mauer könne als Sinnbild dafür dienen, dass die Botschaft, die Unsere Liebe Frau 1917 an die Hirtenkinder gerichtet hatte, in enger Verbindung mit der Aufgabe von KIRCHE IN NOT steht.

Die erste internationale Wallfahrt von KIRCHE IN NOT nach Fatima fand vor 50 Jahren im September 1967 statt. Sie hatte damals zum Ziel, für die verfolgte Kirche zu beten. In dieser Tradition werden Vertreter aus Projektländern aus der ganzen Welt sieben Zeugnisse vortragen.

Sie werden die dramatische Situation sowie die Wünsche und Nöte der Kirche in Syrien, im Niger, in Venezuela und anderen Ländern darstellen.

Es werden sprechen: Raul Biord Castillo, Bischof von La Guaira/Venezuela, Pater Firas Lutfi, Aleppo/Syrien, Pater Rolando Montes de Oca aus Camagüey/Kuba, Schwester Persévérance Catherine Kingbo aus dem Niger, John Kardinal Ribat MSC aus Port Moresby/Papua-Neuguinea, Mieczyslaw Mokrzycki, Erzbischof von L’viv (Lemberg)/Ukraine und Forrosuelo Du, Erzbischof von Palo/Philippinen.

In vielen Ländern wird die Muttergottes von Fatima verehrt, wie hier zum Beispiel in Kuba.

In vielen Ländern wird die Muttergottes von Fatima verehrt, wie hier zum Beispiel in Kuba.

Die Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima gehört zu den verbreitetsten Frömmigkeitsformen der Welt. Dies schlägt sich auch in den mehr als 400 mit dieser Art der Marienverehrung verbundenen Projekten nieder, die von KIRCHE IN NOT in den vergangenen 25 Jahren unterstützt wurden.

Solche Projekte gibt es nicht nur in osteuropäischen Ländern, sondern auch in Lateinamerika und Afrika – hier insbesondere in den portugiesischsprachigen Ländern Brasilien, Mosambik und Angola. Dutzende Projekte von Ordensgemeinschaften und Pfarreien wurden durchgeführt, die den Namen der Muttergottes von Fatima tragen.

Weltweite Verehrung der Muttergottes von Fatima

Auch an Orten in Myanmar, Indonesien und auf den Philippinen wird auf Bitten der Ortskirche der Bau von Kapellen, Kirchen oder Wallfahrtsorten unterstützt, die Unserer Lieben Frau von Fatima gewidmet sind.

Marienwallfahrtsort Baromani in Bangladesch.

Marienwallfahrtsort Baromani in Bangladesch.

Einer der aktuellsten Anträge kommt aus Bangladesch. Dort ist die Pfarrei Baromani zu einem Wallfahrtsort für mehr als 30 000 Menschen geworden, darunter auch für Hindus und Muslime. Dort besteht der Wunsch, eine Wallfahrtskirche zu errichten.

Wallfahrtsort in Bangladesch

Bislang besteht der Ort lediglich aus zwei Lauben als Schutz für die Pilger, die hierher kommen, um Unsere Liebe Frau von Fatima zu verehren und sie um ihre Fürsprache anzurufen.

Die Diözese Maimansingh wurde 1987 gegründet. Hier leben 80 000 Katholiken. 80 Prozent von ihnen sind Mandi-Garo, eine tibetisch-birmanische Minderheit in Bangladesch. Sie sind in doppelter Hinsicht eine Minderheit, als Volksgruppe und als Christen.

Weihegebet von Pater Werenfried an die Muttergottes:

„Ja, wir weihen unser ganzes Werk und uns selbst Dir, Maria, Mutter Jesu, allerreinste Jungfrau, mächtige Fürsprecherin, Vorbild aller Menschen, Unbefleckte! Bewahre uns in der Liebe Deines Sohnes, schütze uns vor den Gefahren dieser Welt und führe uns sicher zum Herzen Gottes.

Und gib, Mutter, dass, wenn wir durch das dunkle Tor des Todes gegangen sind und vor dem Richterstuhl Deines Sohnes stehen werden – gib, dass wir Dich dort finden mit einem Lächeln in Deinen Augen und dass wir ruhig sagen dürfen: Grüß Dich, Mutter!“

Spenden per PayPal:


Spenden per Sofortüberweisung:

KIN / S. Stein