Gedenkfeier zum Todestag des „Speckpaters”

Begegnungstag mit internationalen Gästen am 27. Januar in Köln

Der „Speckpater“ Werenfried van Straaten mit einem Ferkel.

Der „Speckpater“ Werenfried van Straaten mit einem Ferkel.

KIRCHE IN NOT lädt am Samstag, den 27. Januar, zum Jahrgedächtnis des „Speckpaters“ Werenfried van Straaten nach Köln ein.

Pater Werenfried hatte nach dem Zweiten Weltkrieg von Belgien aus Hilfslieferungen für die deutschen Heimatvertriebenen organisiert. Da diese Hilfe zunächst vor allem aus Naturalien bestand, erhielt er den Spitznamen „Speckpater“.

Aus der von ihm gegründeten „Ostpriesterhilfe“ ging später KIRCHE IN NOT hervor, das heute weltweit in über 140 Ländern pastorale Hilfsprojekte umsetzt. Pater Werenfried starb am 31. Januar 2003.

Ein besonderes Gedenken in diesem Jahr gilt auch dem im Juli 2017 verstorbenen früheren Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, den eine enge Freundschaft mit dem Gründer von KIRCHE IN NOT verband. Die Gedenkfeier findet daher traditionell in Köln statt; Meisner hatte dabei regelmäßig gepredigt und war Gesprächsgast.

Joachim Kardinal Meisner war 2016 zum letzten Mal Podiumsgast auf einem Begegnungstag von KIRCHE IN NOT.

Joachim Kardinal Meisner war 2016 zum letzten Mal Podiumsgast während des Pater-Werenfried-Jahresgedenkens.

Der Gedenk- und Begegnungstag beginnt um 11:00 Uhr mit einer heiligen Messe im Kölner Dom mit Erzbischof Matthew Ma-Oso Ndaggoso aus Kaduna/Nigeria und Erzbischof Joseph Tobji aus Aleppo/Syrien.

Die Predigt hält Bischofsvikar Monsignore Dr. Markus Hofmann aus Köln. Anschließend wird das Programm ab 13:30 Uhr im Maternushaus der Erzdiözese mit Podiumsgesprächen fortgesetzt.

Veranstaltung beginnt mit einem Gottesdienst im Kölner Dom

In der ersten Gesprächsrunde geht es um die Situation verfolgter Christen im Nahen Osten und Afrika. Erzbischof Ndaggoso wird dabei über die aktuelle Bedrohungslage durch die islamistische Terrorsekte „Boko Haram“ berichten. Sie gehört zu den gefährlichsten Terrororganisationen weltweit.

Priester aus Nigeria vor einer brandgeschwärzten Marienstatue.

Priester aus Nigeria vor einer brandgeschwärzten Marienstatue.

Fast täglich kommt es im Nordosten Nigerias zu Anschlägen; auch Kinder werden zu Selbstmordattentaten gezwungen. Über zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht. Trotz dieser Verfolgung blüht der Glaube der Christen in Nigeria.

Im nordsyrischen Aleppo ist der sogenannte „Islamische Staat“ weitgehend zurückgedrängt, der Krieg hält jedoch nach wie vor an. Dennoch beginnen die Menschen mit dem Wiederaufbau. Große Bedeutung haben dabei die christlichen Kirchen.

Aleppo: Weihnachtsgottesdienst in einer Kirchenruine

Der maronitische Erzbischof Joseph Tobji wird über die Hilfe für die notleidende Bevölkerung, Weihnachtsgottesdienste in zerbombten Kirchenruinen und die aktuellen Entwicklungen in Syrien berichten. Ein besonderes Highlight ist im Anschluss an die Gesprächsrunde geplant: eine Live-Schaltung zu einer Kindergruppe in einer christlichen Schule in Aleppo.

Bischof Joseph Tobji in der zerstörten maronitischen Kathedrale in Aleppo.

Bischof Joseph Tobji in der zerstörten maronitischen Kathedrale in Aleppo.

Im zweiten Podiumsgespräch des Nachmittags steht ab 15:30 Uhr das brandaktuelle Thema der Rolle der Christen in politischen und gesellschaftlichen Debatten im Mittelpunkt. Unter der Überschrift „Ist unser Salz schal geworden?“ diskutieren die Publizistin Birgit Kelle, Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Werner Münch und der ehemalige Bundestagsabgeordnete Norbert Geis.

Die Veranstaltung im Maternushaus, nicht weit vom Dom in der Kardinal-Frings-Straße 1-3, endet gegen 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die beiden Podiumsgespräche werden auch für Fernsehsendungen von KIRCHE IN NOT aufgezeichnet.

Wegen des Mittagsimbisses im Maternushaus bitten wir um eine formlose Anmeldung in unserem Münchner Büro. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail. Für den Gottesdienst im Dom brauchen Sie sich selbstverständlich nicht anzumelden.

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Um vor allem verfolgten Christen weiterhin beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online oder auf folgendes Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02 BIC: GENODEF1M05

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8.Jan 2018 14:40 · aktualisiert: 11.Jan 2018 09:14
KIN / S. Stein