Pfarrei ließ sich nicht entmutigen

In einem indischen Dorf ist dank Ihrer Spenden eine Kirche fertiggestellt worden

Die Gemeinde freut sich über die fertiggestellte Kirche.

Die Gemeinde in Hathituku freut sich über die fertiggestellte Kirche.

“Danke, KIRCHE IN NOT!“ steht auf dem Plakat, das die Gläubigen aus dem Dorf Hathituku über dem Eingang ihrer neuen Kirche angebracht haben. Alle haben sich festlich gekleidet und freuen sich, dass ihre Dorfkirche eingeweiht wird. Endlich haben sie ein bescheidenes, aber würdiges Gotteshaus!

Das Dorf Hathituku ist 25 Kilometer vom Sitz der Pfarrei Telendiki entfernt. Die Pfarrei liegt mitten im Urwald. Wilde Tiere und der Kampf um das tägliche Überleben setzen den Menschen zu. Aber Pfarrer Stephan Barla freut sich darüber, dass seine Gläubigen stark im Glauben stehen.

Die Dörfer, die der Pfarrei angehören, sind zehn bis 30 Kilometer von der Pfarrkirche entfernt. Da der Weg zu weit ist, haben mache der Dörfer eigene Kirchen, in denen sich die Gläubigen zum Gebet versammeln und in denen der Priester die heilige Messe feiert, wenn er sie besucht.

Das Kirchlein, das die Gläubigen vor 30 Jahren in Hathituku errichtet hatten, bestand aus Lehm. Im Laufe der Zeit war es so marode geworden, dass es nicht einmal mehr renoviert werden konnte. Außerdem war es viel zu klein. Als die Kirche gebaut wurde, gab es nur zwanzig katholische Familien dort. Heute sind es fünfzig.

Bei der Einweihungsfeier der Kirche in Hathituku.

Bei der Einweihungsfeier der Kirche in Hathituku.

Die Gläubigen haben für ihre neue Kirche große Opfer auf sich genommen. Obwohl sie selbst sehr arm sind, haben sie Geld für ihr neues Gotteshaus gespendet. Vor allem haben sie aber ihre Arbeitskraft beigesteuert, obwohl sie schon hart körperlich arbeiten müssen, um überhaupt ihre Familien zu ernähren. Da die Transportwege schlecht sind, mussten die Menschen das Baumaterial einen großen Teil des Weges den Berg hinauf durch den Dschungel tragen.

Im vergangenen Jahr kam es dazu noch zu ungewöhnlich schweren Regenfällen und Überflutungen, die die Felder zerstörten. Für einige Zeit mussten daher auch die Bauarbeiten unterbrochen werden. Dies alles hat die Gläubigen jedoch nicht entmutigen können.

Die vereinten Bemühungen haben jedoch nicht gereicht, und so bat Pfarrer Stephan Barla uns um Hilfe. KIRCHE IN NOT hat daraufhin den Bau der Kirche mit 9.000 Euro unterstützt. Die Gemeinde in Hathituku dankt ganz herzlich für Ihre Unterstützung.

Auch wenn dieses Projekt abgeschlossen ist, gibt es in Indien noch viel zu tun. Unterstützen Sie weiterhin die Arbeit von KIRCHE IN NOT in Indien und in vielen anderen Teilen der Welt. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

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KIN / S. Stein