Eine neue Kirche in Hasilpur

Gläubige freuen sich über das neue Gotteshaus und danken allen Wohltätern

Kinder vor der Mariengrotte in Hasilpur.

Kinder vor der Mariengrotte in Hasilpur.

Die Gläubigen in Hasilpur freuen sich: Sie haben eine neue Pfarrkirche. KIRCHE IN NOT konnte ihnen dank der Unterstützung zahlreicher Wohltäter helfen.

Hasilpur liegt nahe der indischen Grenze in der Diözese Multan. 300 katholische Familien leben dort, die meisten von ihnen verdingen sich als Tagelöhner. Lange haben die Gläubigen auf ein eigenes Gotteshaus gewartet. Die 1950 aus Lehmziegeln erbaute Kapelle, in der sich die Gemeinde früher zum Gebet versammelte, war durch starke Regenfälle schwer beschädigt worden.

Im Jahr 2005 wurde die Benutzung des Gebäudes von den Behörden endgültig verboten, denn der baufällige Gebetsraum drohte einzustürzen. So versammelten sich die Menschen jeden Sonntag und Dienstag unter freiem Himmel zur heiligen Messe. Aber im Sommer herrscht hier extreme Hitze, und im Winter wird es sehr kalt.

Aus eigener Kraft begannen die Gläubigen mit dem Bau einer Kirche. Infolge der Flutkatastrophe von 2010 wurden Baumaterialien jedoch extrem teuer, da überall versucht wurde, die zerstörten Gebäude wiederaufzubauen. Deshalb wandten sie sich mit der Bitte um Hilfe an KIRCHE IN NOT. Nun ist die Pfarrkirche fertig.

Weihe von Diakon Benjamin in Hasilpur (Bistum Multan).

Weihe von Diakon Benjamin aus Hasilpur.

Es gibt auch noch einen weiteren Grund zur Freude: In diesem Jahr wurde nämlich Benjamin, ein junger Mann aus Hasilpur, zum Priester geweiht. In der Diözese Multan, die mit fast 99 000 Quadratkilometern größer ist als Österreich, gibt es nur 15 Diözesanpriester. Der Pfarrer von Hasilpur ist für drei Pfarreien zuständig. Die Entfernungen sind groß. Dennoch feiert er jeden Sonntag und Dienstag in allen drei Pfarreien die heilige Messe.

Nach den Gottesdiensten, die gut besucht sind, beten viele Gläubige noch vor der Mariengrotte, die sich im Hof der Kirche befindet. Die Verehrung der Muttergottes ist tief verwurzelt. Nahezu jede Kirche in Pakistan hat auf ihrem Gelände eine Mariengrotte, und vor und nach jedem Gottesdienst stehen dort die Gläubigen in innigem Gebet versunken, vor allem Frauen und Kinder.

Die Mariengrotte der von KIRCHE IN NOT unterstützten neuen Pfarrkirche ist mit einer gelb-weißen Vatikanflagge geschmückt. Es ist ein sichtbares Symbol dafür, dass auch die Gläubigen in Hasilpur ein Teil der weltumspannenden katholischen Kirche sind.

Buchtipp: Pakistan — Christen im Land der Taliban

Pakistan - Christen im Land der Taliban. Buch von Eva-Maria Kolmann.

Pakistan - Christen im Land der Taliban. Buch von Eva-Maria Kolmann.

Unter dem Titel “Pakistan – Christen im Land der Taliban” geben wir unentgeltlich ein Buch über die Lage der Christen in der Islamischen Republik Pakistan heraus.

Die Autorin Eva-Maria Kolmann berichtet darin tagebuchartig über ihre Erlebnisse während einer Projektreise von Mitarbeitern des Hilfswerks nach Pakistan im November 2011. Ein Hauptaugenmerk legt sie in dem reich bebilderten 128-seitigen Buch auf das Schicksal der pakistanischen Frauen, die ihrer Beobachtung nach in dem islamisch geprägten Land oft als “Menschen zweiter Klasse” behandelt werden.

Ebenso zur Sprache kommt die zunehmend schwierige Situation aller Christen im Alltag, seitdem die Politik Pakistans immer mehr von radikalen islamistischen Gruppen beeinflusst wird.

Das Buch “Pakistan – Christen im Land der Taliban” kann online in unserem Bestelldienst oder unter nachstehender Adresse unentgeltlich bestellt werden:

KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München
Telefon: 089 / 64 24 888-0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

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KIN / S. Stein