Tragödie mit gutem Ausgang

Wiederaufbau des abgebrannten Hauses der Missionsschwestern in Jinja / Uganda

Missionsschwester aus Uganda mit Kindern, die sie betreuen.

Missionsschwester aus Uganda mit Kindern, die sie betreuen.

Die Missionsschwestern der Königin der Apostel, die seit 2009 in Jinja im Südosten Ugandas tätig sind, kümmern sich vor allem um Frauen und Kinder, die in Elendsvierteln leben.

Sie betreiben zudem eine mobile Klinik, in der bedürftige Menschen behandelt werden, die sich sonst keine Medikamente und keine ärztliche Versorgung leisten könnten. Die Preise für Arzneimittel sind enorm, da fast alle Medikamente aus dem Ausland nach Uganda importiert werden müssen.

Weit mehr als 1000 Patienten werden monatlich in der mobilen Klinik der Schwestern behandelt. Darunter sind auch viele unterernährte Kinder, denn viele Familien sind so arm, dass das Einkommen nur für eine karge Mahlzeit am Tag reicht. Der Maisbrei, der in der Region das Hauptnahrungsmittel ist, enthält jedoch kaum Nährstoffe, so dass es bei den Kindern zu schweren Mangelerscheinungen kommt, die in vielen Fällen auch die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen.

Die Ordensfrauen helfen den Müttern, indem sie ihnen Zusatznahrung für ihre Kinder geben und sie über eine ausgewogene Ernährung aufklären. Außerdem haben sie einen Kindergarten eingerichtet und nehmen Kinder mit Behinderungen und Mädchen, die die Schule abgebrochen haben, bei sich auf.

Die mobile Klinik der Missionsschwestern in Uganda.

Die mobile Klinik der Missionsschwestern.

Zwei Jahre, nachdem sie ihre segensreiche Arbeit in Jinja begonnen hatten, traf sie am 10. Juni 2011 ein schwerer Schicksalsschlag. Es war 6:30 Uhr am Morgen. Die Schwestern und die Kinder, die sie betreuten, hatten sich in der Kapelle zum Morgengebet versammelt, als eine Hausangestellte aufgeregt rief: “Rauch, es brennt!” Die Schwestern konnten nur noch die Kinder, von denen einige körperbehindert sind, und sich selbst in Sicherheit bringen.

Eine der Schwestern vor den verkohlten Überresten des Hauses.

Eine der Schwestern vor den verkohlten Überresten des Hauses.

Kurz darauf stand das ganze Haus in Flammen und brannte vor den Augen der entsetzten Ordensfrauen und der weinenden Kinder ab.

Nur dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr war es zu verdanken, dass der Brand, der von einem Kurzschluss an einer Elektroleitung ausgelöst worden war, nicht auch noch auf ein weiteres Gebäude übergriff. Die Priester und die Nachbarn, die herbeieilten, taten alles, um die Schwestern und die Kinder zu trösten und ihnen zu helfen.

Schwester Maria Goretti Quadros, die Generaloberin des Ordens, schrieb kurz nach dem Brand an KIRCHE IN NOT: “Ich bin diesen guten Menschen so dankbar, dass sie unseren Schwestern geholfen haben, dieser Katastrophe mit Mut zu begegnen und dass sie sie mit Nahrungsmitteln unterstützt und sie in ihren Häusern aufgenommen haben. Ich werde dem Herrn immer dankbar dafür sein, dass er mit seiner schützenden Gegenwart unsere Schwestern, die behinderten Kinder und die Mädchen, die in dem Haus untergebracht waren, gerettet hat.”

Bauarbeiten am neuen Schwesternhaus.

Während der Bauarbeiten am neuen Schwesternhaus.

Und sie fährt fort: “Dieses Ereignis hat bewirkt, dass wir uns noch mehr für unsere Mission engagieren, die eine große Herausforderung ist. Nichts kann unsere Träume für die armen und notleidenden Menschen in diesem Teil der Welt zerstören. Wir glauben fest daran, dass wir im Glauben an Gott und sein großes Mitleid und seine Vorsehung und mit der Hilfe guter und großzügiger Menschen diese Tragödie überwinden werden.”

Bereits fast ein Jahr nach der Katastrophe, am 6. Juni 2012, konnte das neue Haus eingeweiht werden. Unsere Wohltäter haben mit 15.000 Euro dazu beigetragen, dass die Schwestern ihr Haus wieder aufbauen konnten. Die Schwestern sagen: “Danke!”

KIN / S. Stein