Älteste Kirche des Landes renoviert

Von Baracoa breite sich der katholische Glaube auf der Insel Kuba aus

Renovierte Kirche in Baracoa.

Renovierte Kirche in Baracoa.

Als Papst Benedikt XVI. im März 2012 Kuba besuchte, sagte er über die Reise seines Vorgängers Johannes Pauls II.  im Januar 1998, sie sei „wie eine angenehme Brise frischer Luft” gewesen, „die der Kirche in Kuba neue Kraft gegeben hat, da sie in vielen ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Glaubens wachrief und sie ermutigte, die Herzen für Christus zu öffnen”.

Sie habe „die Hoffnung entzündet und das Verlangen geweckt, mutig für eine bessere Zukunft zu arbeiten”. Eine der wichtigen Früchte dieses Besuches sei „die Einleitung einer neuen Phase in den Beziehungen zwischen der Kirche und dem kubanischen Staat im Geist stärkerer Zusammenarbeit und größeren Vertrauens” gewesen.

Zwar kommen noch immer Fälle der Benachteiligung praktizierender Katholiken vor, langsam verlieren die Gläubigen aber die Angst vor Diskriminierungen und trauen sich, offener ihren Glauben zu leben, bestätigt auch Ulrich Kny, Lateinamerika-Referent von KIRCHE IN NOT.

Erst kürzlich konnte mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT die Pfarrkirche von Baracoa in der Diözese Guantanamo-Baracoa wieder eingeweiht werden. Die Diözese im Osten der Insel wurde am 24. Januar 1998 während seiner Reise nach Kuba von Papst Johannes Paul II. errichtet. Sie liegt in einem der ärmsten Gebiete des Landes.

Während der Bauarbeiten an der Kirche in Baracoa.

Bauarbeiten an der Kirche in Baracoa.

Die Stadt Baracoa spielt für die katholische Kirche in Kuba eine besondere Rolle: Der spanische Eroberer Diego Velasquez gründete die Stadt Baracoa 1511 an der Stelle, an der Christoph Kolumbus zum ersten Mal Kuba betreten hatte. Es handelt sich um die älteste spanische Siedlung Kubas. Mit den Spaniern kam auch der katholische Glaube auf die Insel. Die Verbreitung des Evangeliums ging also von Baracoa aus.

Die Pfarrkirche der Stadt ist das älteste Gotteshaus der Insel. Sie war eine Ruine: Von ihr standen nur noch zwei Türme und vier Wände. Lange Zeit war es in Kuba allerdings unmöglich, Gotteshäuser zu renovieren. Nun konnte die Kirche in Baracoa dank Ihrer Hilfe wiederaufgebaut werden. KIRCHE IN NOT hat mit 75.000 Euro geholfen.

Bischof Wilfredo Pino Estevez sagte während der Einweihungsfeier: „Baracoa hat seit heute eine schönere und einladendere Kirche, so wie Gott und die Einwohner von Baracoa sie verdienen. Eine Kirche, die alle aufnimmt, allen offen steht, alle in ihrem wohltuenden Schatten umarmt.” Er dankte KIRCHE IN NOT ausdrücklich. Wir geben seinen Dank an alle Wohltäter weiter.

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich.

KIN / S. Stein