Den Priestern zur Seite stehen

In Kamerun unterstützen Katecheten die Pfarrer bei ihrer Arbeit

Bischof Christophe Zoa (links) mit Katecheten aus dem Bistum Sangmelima.

Bischof Christophe Zoa (links) mit Katecheten aus dem Bistum Sangmelima.

Die Diözese Sangmelima liegt im Süden Kameruns in einer der ärmsten Regionen des Landes. Von rund 185 000 Einwohnern ist knapp die Hälfte katholisch. Die 90 000 Gläubigen werden von nur 28 Priestern in 20 Pfarreien betreut.

Die Kirche steht vor großen Herausforderungen: Einerseits gibt es noch Pygmäenstämme, die im nur schwer zugänglichen Urwald leben, andererseits ziehen viele junge Menschen in die Städte.

Außerdem kommen große Konzerne in die Region, die sowohl die Wälder als auch die Bodenschätze oftmals illegal ausbeuten. Sie bringen Probleme wie Prostitution, sexuellen Missbrauch und Alkoholismus. Die Kirche muss all diesen Herausforderungen in ihrer pastoralen und sozialen Arbeit begegnen.

Dabei spielen Katecheten eine wichtige Rolle, denn die Pfarreien erstrecken sich über weite Gebiete und bestehen aus zahlreichen Dörfern. Die Priester können nicht überall gleichzeitig sein, und so haben Katecheten die Aufgabe, die Gläubigen zu begleiten, mit ihnen zu beten, sie zu unterrichten und sie auf die Sakramente vorzubereiten. Dazu brauchen sie eine solide Ausbildung, damit sie den Glauben der Kirche angemessen weitergeben und die Menschen auf ihrem Glaubensweg begleiten können.

KIRCHE IN NOT hat die Ausbildung von 75 Katecheten mit 6.000 Euro finanziert, damit sie die Arbeit der Priester unterstützen können.

KIN / S. Stein