„Großer Hunger nach Gott”

Dank Ihrer Hilfe konnte ein Karmelitinnenkloster renoviert und erweitert werden

Karmelitinnen beim Gebet.

Karmelitinnen beim Gebet.

Nach wie vor gilt der Nordosten Brasiliens als das Armenhaus des Landes. Dort liegt auch die Diözese Natal.

Der emeritierte Erzbischof von Natal, Dom Heitor de Araujo Sales, ist mittlerweile 87 Jahre alt. Sein Leben lang hat er der Kirche in diesem ärmsten Teil des Landes gedient – fast 30 Jahre lang als Priester, 15 Jahre lang als Bischof von Caicó und 10 Jahre lang als Erzbischof von Natal.

Seit 2003 ist er im Ruhestand, aber so richtig kann man nicht davon sprechen, dass er sich ausruhen würde. Er selbst meint, er sei gewissermaßen der „Schutzengel“ seiner ehemaligen Erzdiözese Natal, denn er betreut dort noch immer zahlreiche Projekte.

Besonders am Herzen liegen ihm die Karmelitinnen, die sich dort auf seinen Wunsch hin niedergelassen haben. Es ist das erste und einzige beschauliche Kloster in der Erzdiözese, und es war sein Herzenswunsch, kontemplative Schwestern dorthin zu holen.

Dom Heitor de Araujo Sale mit den  Karmelitinnen.

Dom Heitor de Araujo Sale mit den Karmelitinnen.

Dom Heitor hat in der Diözese Caicó die Erfahrung gemacht, wie sehr die Menschen die kontemplativen Schwestern lieben. Er berichtet von einer Frau, die dort einmal ein Kloster besuchte und hinterher einer Freundin, die noch nie dort war, sagte: „Du weißt gar nicht, was du da verpasst hast!“ Schon jetzt kommen viele Gläubige zu den Karmelitinnen in Natal zur Sonntagsmesse, und die Kapelle ist hoffnungslos überfüllt. Dom Heitor beobachtet einen „großen Hunger nach Gott“ bei den Menschen.

Die fünf ersten Schwestern waren zunächst provisorisch im ehemaligen Kleinseminar untergekommen. Vor allem konnten die Karmelitinnen keine jungen Berufungen aufnehmen, obwohl bald schon sieben Mädchen in das Kloster eintreten wollten.

Das Kloster der Karmelitinnen ist in der Zwischenzeit fertiggestellt.

Das Kloster der Karmelitinnen ist in der Zwischenzeit fertiggestellt.

Es gab auch kaum Platz, damit die Schwestern etwas  zu ihrem Lebensunterhalt beitragen können. Außer einer Nähmaschine in einem winzigen Raum hatten sie keine Arbeitsmöglichkeiten. Sie wollten zum Beispiel eine Kerzenwerkstatt eröffnen, um nicht nur auf Spenden angewiesen zu sein.

KIRCHE IN NOT hat den Schwestern mit 96.000 Euro beim Bau ihres Klosters geholfen. Dafür bedanken sie sich bei allen Wohltätern.

So können Sie den Christen in Brasilien helfen

3.Dez 2013 10:32 · aktualisiert: 3.Dez 2013 10:34
KIN / S. Stein