Kloster drohte einzustürzen

Dank Ihrer Hilfe können die Rosarianerinnen wieder beruhigt schlafen

Die Rosarianerinnen danken allen Wohltätern.

Die Rosarianerinnen danken allen Wohltätern.

Die Rosarianerinnen sind eine einheimische Kongregation in Indien. Sie führen ein strenges Leben des Gebets und der Buße. Vor allem beten sie rund um die Uhr den Rosenkranz vor dem Allerheiligsten.

Ihr Gründer, Bastiampillai Anthonipillai, führte nicht nur ein Leben in strenger Askese und schlief nachts nur zwei oder drei Stunden, sondern er setzte das Kastensystem außer Kraft, indem er in seinem Orden die Angehörigen aller Kasten aufnahm. Für Pater Thomas, wie er als Ordensmann hieß, zählte nur die Liebe eines Menschen zu Jesus Christus.

Obwohl diese Vorgehensweise in den 1930er-Jahren noch auf großen Widerstand stieß und als „verrückt” galt, durfte in seiner Gemeinschaft das Thema der Kasten nicht einmal erwähnt werden. Als „verrückter Mönch” wurde Pater Thomas damit sowohl unter den Katholiken als auch den Hindus in seiner Heimat Sri Lanka berühmt.

Zunächst gründete er den ersten kontemplativen Männerorden Asiens, aber bald schon entstand auch ein weiblicher Zweig. In Indien gibt es mittlerweile 16 Klöster der Rosarianerinnen.

Zwei der Ordensschwestern aus dem Kloster St. Teresa in Koithoorkonam in Kerala (Südindien) .

Zwei der Ordensschwestern aus dem Kloster St. Teresa.

Die Ordensschwestern im Kloster St. Teresa in Koithoorkonam in Kerala (Südindien) sind glücklich: Dank der Hilfe unserer Wohltäter können sie wieder schlafen. Endlich läuft das Wasser nicht nur durch die vielen Löcher in der Decke. Das Wasser hatte den Schlafsaal so stark beschädigt, dass die Wände einzustürzen drohten. Die Schwestern fürchteten sich davor, in diesen Räumlichkeiten zu schlafen, aber sie hatten keine Wahl.

Der Orden konnte aufgrund der unzumutbaren und gefährlichen Wohnsituation auch keine Berufungen mehr aufnehmen, obwohl viele junge Schwestern im St.-Teresa-Klosters um Aufnahme bitten. Es fehlte zudem an sanitären Einrichtungen. Dazu kam, dass viele der Schwestern alt und bettlägerig sind, denn in dem Kloster St. Teresa werden die alten Schwestern aus mehreren indischen Rosarianerinnen-Klöstern gepflegt.

„Zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschheit”

Als die Schwestern uns um Hilfe baten, schrieben sie uns: „Für uns ist KIRCHE IN NOT unsere sichere Hoffnung. Wir haben unser Leben Christus und Seinem Reich geweiht. Durch unser Gebet und unser Leben in Buße bringen wir Menschen Seinem Reich nahe. Es ist ein Dienst, für den wir keine Unterstützung erhalten. Wir tun es zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschheit.

Wir arbeiten hart für unseren Lebensunterhalt. Die alten und kranken Schwestern hingegen können nicht mehr hart arbeiten. Das Beste und Wichtigste, was sie tun, ist ihr Gebet und die Anbetung vor dem eucharistischen Herrn bei Tag und Nacht, die sie abwechselnd verrichten. Ich hoffe, dass Sie verstehen, in welchem Zustand wir uns befinden. Mit sicherer Hoffnung und schmerzerfülltem Herzen vertrauen wir Ihnen dieses Projekt an.”

Bei unseren Wohltätern fielen diese Worte in offenen Herzen. Sie haben mit 8.000 Euro geholfen.

KIN / S. Stein