„Kleiner Weg” mit großer Wirkung

Dank Ihrer Hilfe konnten wir Mess-Stipendien in Indien weitergeben

Gottesdienst in Indien.

Gottesdienst in Indien.

„Little Flower“, das heißt „kleine Blume“, wird die heilige Thérèse vom Kinde Jesus auf Englisch oft liebevoll genannt. Die französische Karmelitin starb am 30. September 1897 im Alter von nur 24 Jahren.

Trotz ihrer Jugend wurde sie hundert Jahre nach ihrem Tod von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben und wird von Menschen überall auf der Welt verehrt.

Ihr „kleiner Weg“ der Liebe wurde weltberühmt – eine Spiritualität, die ganz von einem kindlichen Vertrauen auf die grenzenlose Liebe Gottes geprägt ist, ohne sich von den eigenen leeren Händen entmutigen zu lassen. Nichts Außergewöhnliches braucht der Mensch zu vollbringen, um von Gott geliebt zu werden, sondern alles, was er tut, soll aus Liebe geschehen.

Dieser „kleine Weg“ verbreitete sich über den ganzen Erdkreis und berührte im südindischen Kerala einen Priester namens Thomas Panat, der als „Pater Basilius“ bekannt wurde. Vor mehr als 80 Jahren übersetzte er die „Geschichte einer Seele“ der heiligen Thérèse und wurde immer tiefer von diesem Geist beseelt, den Jesus im Evangelium mit den Worten beschreibt: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich gelangen.“

Priester der Little-Flower-Kongregation.

Priester der Little-Flower-Kongregation.

Er wurde davon so ergriffen, dass er diesen Weg gemeinsam mit anderen Priestern gehen wollte. Bereits 1931 schloss er sich mit Erlaubnis seines Bischofs mit anderen jungen Männern zusammen, um in diesem Geist zu leben. Daraus entstand im Jahr 1947 die „Congregation of the Little Flower“. Pater Basilius starb 1976 im Alter von 85 Jahren. Geprägt haben ihn auch der Kontakt mit Mahatma Gandhi sowie seine Nähe zu den Armen.

Die „Congregation of the Little Flower“ erfreut sich zahlreicher Berufungen. Heute gehören ihr in Indien fast 300 Priester an. Sie widmen ihren Dienst Waisen, den armen, alten, kranken und benachteiligten Menschen, die in abgelegenen Gebieten leben. Sie errichten in Gebieten, in denen es kaum Infrastruktur gibt, Kliniken, Schulen, Berufsschulen für Jugendliche, Wohnheime für Jungen und geistliche Zentren und stehen Kleinbauern zur Seite.

Da die Ordensmänner für ihren Dienst kein Geld erhalten, hat uns der Obere der St.-Thomas-Provinz um Mess-Stipendien für 72 Priester gebeten. Unsere Wohltäter haben 800 Messen gestiftet.

KIN / S. Stein