Fahrzeug für die Seelsorge

Dank Ihrer Hilfe können die Vinzentiner ihre Gläubigen häufiger besuchen

Bischof Joachim Kouraleyo Tarounga segnet das Fahrzeug.

Bischof Joachim Kouraleyo Tarounga segnet das Fahrzeug.

Die in Zentralafrika gelegene Republik Tschad gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. 80 Prozent der knapp zehn Millionen Menschen Einwohner, die sich aus vielen Volksgruppen zusammensetzt, leben unter der Armutsgrenze.

Knapp 60 Prozent sind Muslime. Sie sind die größte Religionsgemeinschaft im Land. Dies ist überall erkennbar, denn sogar in den kleinsten Dörfern gibt es eine Moschee. Christen bilden rund ein Viertel der Bevölkerung. Katholisch sind jedoch nur 7,9 Prozent. Jeder sechste Einwohner gehört traditionellen afrikanischen Religionen an.

Die katholische Kirche im Tschad ist jung. Zwar gab es im 17. Jahrhundert bereits erste Missionierungsversuche durch den Kapuzinerorden, jedoch wurde 1929 die erste Missionsstation in der Nähe der heutigen Stadt Moundou gegründet. 1957 wurde der erste einheimische Priester geweiht, der zweite im Jahr 1970.

Die 1959 gegründete Diözese Moundou liegt im Süden des Tschad. Nach Angaben des Päpstlichen Jahrbuchs sind von 873 000 Einwohnern der Diözese knapp vierzig Prozent katholisch. Der Anteil an Katholiken liegt hier also weit über dem Landesdurchschnitt. Die vielen Gläubigen werden jedoch nur von 23 Diözesan- und acht Ordenspriestern betreut.

So können Straßen im Tschad nach einem Regenschauer aussehen.

So können Straßen im Tschad zur Regenzeit aussehen.

Die Vinzentinerpatres (bekannt auch als Lazaristen) sind erst seit 2011 im Tschad tätig. In der Diözese Moundou betreuen sie eine Pfarrei, der 41 arme und weit abgelegene Dörfer angehören. Ihren Sitz hat die Pfarrei in der Stadt Bebalem. Die drei Patres, die dort tätig sind, mussten sich bis vor kurzem zwei Mopeds teilen, um die weiten Wege zurückzulegen.

Da die Straßen nicht asphaltiert sind, waren die Fahrten oft gefährlich. Die meisten der Dörfer sind zwischen zehn und 30 Kilometern entfernt. Einige Dörfer sind in der Regenzeit mit dem Mofa gar nicht erreichbar, so dass die Gläubigen mehrere Monate im Jahr ohne seelsorgliche Betreuung blieben.

Ministranten aus der Diözese Moundou/Tschad.

Ministranten aus der Diözese Moundou/Tschad.

Dank der Hilfe der Wohltäter von Kirche in Not konnten die Patres ein geländetaugliches Fahrzeug anschaffen. Nun können sie auch bei ungünstigen Straßenverhältnissen die Menschen in den abgelegenen Dörfern besuchen und ihnen die Sakramente spenden.

Außerdem dient das Fahrzeug dazu, kranke Menschen ins Krankenhaus zu bringen und Güter zu transportieren. Die Patres und die Gläubigen sagen „Danke“.

KIN / S. Stein