Seelsorge unter Palmen

Bischof aus dem Kleinstaat Kiribati dankt für Mess-Stipendien

Priester mit Schwester auf Kiribati.

Priester mit Schwester auf Kiribati.

Mess-Stipendien sind für viele Priester auf der Welt die einzige Einkommensquelle, über die sie verfügen. So ist es beispielsweise auch in Kiribati.

Der Inselstaat im Pazifik besteht aus vielen Inseln, die über ein großes Gebiet verstreut gelegen sind. Kiribati liegt 2200 Kilometer südlich von Hawaii und knapp 3800 Kilometer vor der Ostküste Australiens. Von der Fläche her ist der Staat etwas kleiner als Berlin.

Manche der 63 000 Katholiken, die ungefähr die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, leben auf kleinen, weit abgelegenen Inseln. Die Priester müssen beschwerliche Wege zurücklegen, um die Gläubigen zu betreuen.

Bischof Paul Mea schreibt, die Menschen seien zwar großzügig, aber sie seien selbst arm, so dass sie nicht in der Lage sind, die Priester ausrechend finanziell zu unterstützen.

Die Bewohner der Inseln leben vom Fischfang und von der Erzeugung von Kopra (getrocknetem Kokosnussfleisch, das für die Ölgewinnung genutzt wird). Durch den Klimawandel tragen die Kokospalmen jedoch immer weniger Früchte. Auf den kleinen Inseln, wo nur wenige Menschen leben, lässt sich auch durch Fischfang nur wenig verdienen.

Daher hatte der Bischof um Mess-Stipendien für 28 Priester gebeten und hat 2800 Mess-Intentionen von unseren Wohltätern erhalten. Er schreibt: „Meine Priester und ich können Ihnen nicht genug danken für Ihre große Großzügigkeit, und daher bitten wir Gott darum, Sie zu segnen und Ihnen diese wunderbare Gabe zu vergelten, die unter unseren Priestern zu gleichen Teilen verteilt wird.“

KIN / S. Stein