Flüchtlinge im Glauben stärken

Dank Ihrer Hilfe können Katecheten im Libanon ausgebildet werden

Chaldäischer Bischof Michel Kassarji aus Beirut mit Kommunionkindern.

Chaldäischer Bischof Michel Kassarji aus Beirut mit Kommunionkindern.

Der Libanon hat, gemessen an seiner geringen Bevölkerungszahl, einen schier unvorstellbaren Zustrom an Flüchtlingen zu bewältigen. Auf 4,25 Millionen Einwohner kommen zurzeit fast 1,6 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland Syrien.

Aber es leben – wenn auch in geringerer Zahl – auch Flüchtlinge im Land, die während des Zweiten Irakkrieges 2003 ins Land gekommen sind. Viele davon sind Chaldäer. Die chaldäisch-katholische Kirche betreut im Libanon rund 12 000 Flüchtlinge aus dem Irak sowie zahlreiche chaldäische Familien, die aus Syrien geflohen sind. Viele von ihnen sind in den ärmeren Vierteln der Hauptstadt Beirut untergekommen.

Der chaldäischen Kirche liegt besonders die seelsorgliche Betreuung der Jugend am Herzen, die leicht den Boden unter den Füßen verlieren kann, wenn sie sich in der Fremde ohne wirkliche Perspektiven sieht. Eine Verwurzelung im Glauben und im Leben der Kirche gibt Halt.

So treffen sich in Beirut 150 Jugendliche jeden Sonntagnachmittag zum gemeinsamen Gebet, zur Meditation und zum gemeinsamen Lesen der Heiligen Schrift. Alle zwei Wochen gibt es zudem Jugendkatechesen, in denen die Sakramente und der Glaube der Kirche, die Liturgie, die Morallehre und viele andere Themen besprochen werden.

Jugendliche bei einem Katechesetreffen in Beirut.

Jugendliche bei einem Katechesetreffen in Beirut.

Außerdem werden Besinnungstage und Exerzitien angeboten. Sieben junge Laien helfen den Priestern, indem sie die Jugendtreffen leiten, Kinder mit der Hilfe von Ordensleuten auf die erste heilige Kommunion vorbereiten und viele andere Aufgaben übernehmen.

Der bloße gute Wille und die Begeisterung genügen aber oft nicht, sondern die jungen engagierten Leute müssen ausgebildet werden. Auch Lehrmaterialien werden für die Katechese benötigt.

Daher hat sich der chaldäische Bischof von Beirut, Michel Kassarji, an KIRCHE IN NOT gewandt, um Hilfe für diese Anliegen zu erbitten, das ihm besonders am Herzen liegt. Unsere Wohltäter haben ihn nicht im Stich gelassen und ihm mit 6.000 Euro geholfen. Er bedankt sich von Herzen und schreibt uns: „Wir sind glücklich, dass uns Ihre Hilfe zugutegekommen ist, die ein Zeichen unserer Gemeinschaft ist.“

Helfen Sie den Christen im Nahen Osten:

Alle in der Medienbox vorgestellten Beiträge sind bei uns unentgeltlich auf CD beziehungsweise DVD erhältlich. Besuchen Sie auch unsere Mediathek.

Gebet für den Nahen Osten

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Ikone “Lasst die Kinder zu mir kommen” in Assiut/Oberägypten.

Gott, unser Vater, hab Erbarmen mit dem Nahen Osten.

Deine treuen Diener – jung und alt – sind aufgerufen, Christus zu bezeugen. Mögen sie in dieser aufregenden Zeit gestärkt werden, indem sie deinem geliebten Sohn nachfolgen, der in jener Zeit in ihrer jetzigen Heimat tätig war.

In Gemeinschaft mit unserem Papst beten wir, dass Christen im Nahen Osten ihren Glauben in völliger Freiheit leben können. Ermutige sie, als Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu handeln – vereint mit allen Bürgern in ihren Ländern.

Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

(Gebet von Antonios Kardinal Naguib, emeritierter Patriarch von Alexandrien/Ägypten für KIRCHE IN NOT)

Diesen Text mit der Ikonenabbildung können Sie unentgeltlich als Gebetsblatt bei uns bestellen – entweder bequem in unserem Bestelldienst oder bei:
KIRCHE IN NOT
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Telefon: 089 – 64 24 888-0
Fax: 089 – 64 24 888 50
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30.Sep 2014 09:52 · aktualisiert: 1.Okt 2014 15:47
KIN / S. Stein