Großer Einsatz für kleine Rente

Dank Ihrer Hilfe können alte und kranke Ordensschwestern versorgt werden

Eine Ordensschwester zu Besuch bei einer alten Dame.

Eine Ordensschwester zu Besuch bei einer alten Dame.

Die Kirche lebt – wie jede Familie – durch Vater und Mutter. Die Ordensfrauen sind das mütterliche Element. Überall sind ihre Hände im Spiel: ihre Hingabe, ihre Zuwendungen für kranke und verzweifelte Menschen, in Heimen, Schulen, Kindergärten und Pfarreien.

Die Arbeit der Schwestern aller Kongregationen ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Zu diesen Kongregationen gehört die ukrainische Gemeinschaft der Basilianerinnen, eine griechisch-katholische Ordensgemeinschaft, die nach dem Ritus der Ostkirche ausgerichtet ist.

Besonders die griechisch-katholische Kirche hat in den Jahrzehnten der kommunistischen Herrschaft während der Sowjetunion gelitten. Ihre Strukturen wurden zerstört. Nach der politischen Wende stand man praktisch vor dem Nichts.

Ohne die Ordensgemeinschaften, die im Untergrund treu zu ihrem Glauben gestanden haben, wäre die geistige Wiedergeburt nicht denkbar gewesen, ohne sie wäre die Tradition abgerissen. Aber das Leben dieser Ordensmänner und -frauen war extrem schwer – vor allem in der Zeit der kommunistischen Verfolgung. Mangelnde medizinische Betreuung, schlechte Ernährung und die übergroße psychische Belastung haben die Gesundheit ruiniert.

Ordensschwestern kümmern sich um alte und kranke Mitschwestern.

Ordensschwestern kümmern sich um alte und kranke Mitschwestern.

Ihr ganzes Leben haben die inzwischen zum Teil hochbetagten Schwestern aus dem Orden des heiligen Basilius des Großen dem Dienst Gottes und der Menschen geweiht. Standhaft haben sie in den Zeiten der Verfolgung ausgeharrt. Nun sind sie alt und erschöpft von ihrem arbeitsreichen Leben und müssen mit einer kleinen Rente auskommen – viel zu wenig angesichts der hohen Preise für Gas, Wasser, Strom und medizinische Versorgung.

Mehrere Schwestern sind sehr krank und auf ständige ärztliche Hilfe angewiesen. Da sind beispielsweise die 73-jährige krebskranke Schwester Margareta aus dem Gebiet L’viv (Lemberg) oder die 64-jährige nierenkranke Schwester Maria aus Ternopil oder die erst 33-jährige Schwester Onisima, die ein chronisches Rückenleiden hat.

Hilfe für 52 Ordensschwestern

Die meisten Schwestern leben allein oder in kleinen Gemeinschaften zu zweit oder dritt, weil die Ordensprovinz noch immer kein großes Kloster hat, in dem alle Schwestern wohnen könnten. Jede Schwester muss selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen.

Um 52 dieser hilfsbedürftigen alten Ordensfrauen zu unterstützen, hilft KIRCHE IN NOT ihnen jedes Jahr mit Existenzhilfe. Im Jahr 2013 konnten wir 52 Schwestern zwischen 27 und 94 Jahren mit 7.800 Euro helfen.

5.Nov 2014 09:31 · aktualisiert: 10.Nov 2014 17:15
KIN / S. Stein