Mutter des Katechismus

Dank Ihrer Hilfe kann Schwester Luiza spirituelle Sommerlager anbieten

Katechese in einem Sommerlager in der Ukraine.

Katechese in einem Sommerlager in der Ukraine.

In den vergangenen Jahren hatten viele Tausend Jugendliche in der Ukraine Gelegenheit, den christlichen Glauben und christliche Werte kennenzulernen. Ermöglicht wurde diese Erfahrung durch die selbstlose Arbeit von Schwester Luiza Ciupa SSMI aus Lateinamerika.

Im Bewusstsein, dass nach dem Zusammenbruch des atheistischen Kommunismus in der Ukraine eine Heilung am Geiste und eine Erneuerung des Glaubens dringend erforderlich waren, machte sie sich daran, den Glauben und christliche Ethik zu lehren.

Wegen ihrer Arbeit – über die Patriarchale Katechetische Kommission der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Lemberg – wird Schwester Luiza auch „Mutter des Katechismus“ genannt.

Ein Direktor von KIRCHE IN NOT beschreibt sie folgendermaßen: „Sie pflegt seit vielen Jahre eine freundschaftliche Beziehung zu KIRCHE IN NOT. Sie widmet ihr Leben dafür, dass die Menschen in der Ukraine mehr über ihren Glauben erfahren.

Diese Arbeit setzte eine Kettenreaktion in der Bildungsarbeit in Gang. Unter ihrer Anleitung machten sich zahlreiche Katecheten daran, junge Erwachsenen im Glauben zu unterrichten und sie darin zu unterstützen, die Werte des Evangeliums zu leben.“

Spaß im Ferienlager.

Spaß im Ferienlager.

Im vergangenen Jahr, als die Ukraine von politischen Unruhen und dem Krieg im Osten des Landes erschüttert wurde, nahmen an allen drei der alljährlich von Schwester Luiza organisierten Sommercamps für Jugendliche und Familien auch Menschen aus den betroffenen Regionen teil.

„Die Ereignisse und die zivilen Unruhen haben gezeigt, dass es an einem christlichen Bewusstsein mangelt“, schreibt Schwester Luiza. „Aus genau diesem Grund, um Familien in ein ukrainisches christliches Umfeld einzubinden und ihnen das Gefühl der Gemeinsamkeit und des Teilens zu vermitteln, organisieren wir ein Camp, an dem Familien aus der Ost- und der West-Ukraine teilnehmen. Ein wichtiges Element der Camps ist die geistige und sittliche Erziehung auf der Grundlage christlicher Werte.“

„Königliches Fest“

Für das Camp, das im Juli 2014 in der Region Zakarpatska (Transkarpatien) stattfand, wurde das Thema „Königliches Fest“ ausgewählt. „Zu den Teilnehmern gehörten die Kinder von Eltern, die am Maidan-Platz gelitten hatten, aber auch Waisenkinder oder Kinder aus Großfamilien“, erklärt Schwester Luiza. Fester Bestandteil jedes Tages waren die Messe, geistige Gespräche und Beichte, aber auch ein spannendes Programm mit Sport, Themenabenden und Spielen.

Im August gab es zwei weitere Sommerlager in der Region um Iwano-Frankiwsk. Die dreißig Teilnehmer des ersten dieser Camps, Kinder und Erwachsene, wurden im Exerzitienhaus eines Klosters empfangen. Die meisten von ihnen waren aus dem Osten der Ukraine vertrieben worden, „Familien, die ihr Zuhause zurücklassen und sich mit Flüchtlingsstatus in der West-Ukraine niederlassen mussten“.

Kinder bei einem Bastelworkshop.

Kinder bei einem Bastelworkshop.

„Für diese Menschen organisieren wir die Sommerlager, damit sie geistig und körperlich zur Ruhe kommen können“, fährt Schwester Luiza in ihrem Brief an KIRCHE IN NOT fort. „Viele ortsansässige Familien haben sich angeschlossen, um den Immigranten bei der Eingliederung zu helfen.“

Am dritten Lager nahmen eine zehnköpfige Gruppe aus Ternopil und Lemberg sowie Immigranten teil. Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf geistiger, psychologischer und physischer Rehabilitation. Nach der Teilnahme an einem der Sommercamps brachte ein Jugendlicher seine Dankbarkeit zum Ausdruck: „Der Kurs hat mein Leben verändert. Jetzt möchte ich ein wahrer Christ sein.“

Und Schwester Luizas Arbeit wächst weiter. Workshops, Ausbildung der Katecheten und Jugendarbeit sind zu einem Instrument geworden, um die kommenden Generationen zu unterrichten und zu ermutigen, auf eine friedvolle Zukunft hinzuarbeiten. KIRCHE IN NOT hat für diese wichtige Arbeit Mittel in Höhe von insgesamt 24.000 Euro zugesagt.

Schlagworte:
Exerzitien · Ferien · Katechese · Ordensfrau · Ukraine
KIN / S. Stein