Die Gebete wurden erhört

Dank Ihrer Hilfe gibt es in Bulgarien ein Fatima-Heiligtum

Gebet vor der Statue Unserer Lieben Frau von Fatima in Plewen/Bulgarien.

Gebet vor der Statue Unserer Lieben Frau von Fatima in Plewen/Bulgarien.

Das Fatima-Heiligtum von Plewen ist die Frucht einer Gebetserhörung: Als Bischof Petko Christow von Nicopolis 1996 zusammen mit den anderen katholischen bulgarischen Bischöfen nach Fatima pilgerte, um die katholische Kirche des Landes dem Unbefleckten Herzen Mariens zu weihen, betete er auch in einem besonderen Anliegen.

„Wenn es mir gelingt, die Baugenehmigung für eine neue Kirche in Plewen zu erlangen, weihe ich diese Kirche dir, Unserer Lieben Frau von Fatima“, versprach er der Muttergottes.

Zu diesem Zeitpunkt waren seit dem Fall des Kommunismus gerade erst sieben Jahre vergangen. Die katholische Kirche musste nach der politischen Wende nahezu wieder bei null anfangen. Die ehemaligen Kommunisten in den Behörden taten alles, um die Baugenehmigung für die Kirche zu verhindern.

Heute erinnere man sich an diese Phase als an einen „Weg durch die Hölle“, sagt Magda Kaczmarek, Referentin und Expertin für Bulgarien bei KIRCHE IN NOT. Sie kennt diese Situation aus eigener Anschauung: „Wir haben die Franziskaner von Anfang an im Aufbau ihrer Pfarrei begleitet.

Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima in Plewen/Bulgarien.

Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Marienerscheinungen von Fatima in Plewen/Bulgarien. In der Bildmitte: Petko Christow, Bischof von Nicopolis.

Anfangs wurde in Privathäusern gebetet. Ich kann mich an einen Kellerraum in einem Wohnblock erinnern, wo die heilige Messe gefeiert wurde. Am unangenehmsten waren die Geräusche von der Kanalisation. Ich habe mich dort wie im Untergrund gefühlt.

Damals sagte man uns: ‚Wenn wir eine Kirche haben, dann werden auch die anderen Leute kommen, die Sehnsucht nach einem richtigen Gotteshaus haben. Und wenn das Gotteshaus Unserer Lieben Frau von Fatima geweiht sein wird, dann wird die Muttergottes uns helfen, dass die Kirche errichtet werden kann.‘“

Anfangs Gottesdienste in Privathäusern

Die Muttergottes half in der Tat: Kaum war Bischof Christow nach Hause zurückgekehrt, fand sich ein Grundstück – und die Behörden erteilten die Baugenehmigung. Endlich konnte in der 120 000-Einwohner-Stadt, in der relativ viele Katholiken leben, mit dem Bau der Kirche begonnen werden.

Platz vor der Wallfahrtskirche in Fatima.

Platz vor der Wallfahrtskirche in Fatima.

Die Muttergottes hatte die Gebete offenbar erhört und half auch weiterhin dabei, die unzähligen Schwierigkeiten, die auch in der Folgezeit aufkamen, zu überwinden.

Heute ist die Pfarrei Unserer Lieben Frau von Fatima in Plewen ein diözesanes Marienheiligtum, in dem die Muttergottes von zahllosen bulgarischen Gläubigen verehrt wird. Bald soll die Wallfahrtsstätte zu einem Nationalheiligtum ernannt werden.

Diözesanes Marienheiligtum

Die Franziskaner, denen die Pfarrei anvertraut ist, besuchen mit der Statue der Muttergottes auch andere katholische Pfarreien, damit noch mehr Gläubige die Gelegenheit haben, zur Heiligen Jungfrau von Fatima zu beten.

KIRCHE IN NOT hat den Bau der Kirche mit insgesamt mehr als 135.000 Euro unterstützt.

Blick in die Kirche in Plewen/Bulgarien, deren Bau von KIRCHE IN NOT unterstützt wurde.

Blick in die Kirche in Plewen/Bulgarien, deren Bau von KIRCHE IN NOT unterstützt wurde.

Pater Jaroslaw Bartkiewicz, der Delegat der Franziskaner in Bulgarien, dankt KIRCHE IN NOT für die Hilfe und gratuliert dem Hilfswerk darüber hinaus zum 70-jährigen Bestehen: „An diesem besonderen Ort hier in Plewen in Bulgarien empfehlen wir Unserer Lieben Frau regelmäßig alle Wohltäter von KIRCHE IN NOT an und bitten sie, Ihnen besondere Gnaden zu erweisen.

Möge sie Sie alle in ihrer Obhut haben, und möge KIRCHE IN NOT noch lange der verfolgten und bedrängten Kirche auf vielen Kontinenten dieser Welt dienen.“

Unterstützen Sie die Kirche in Bulgarien

Um der katholischen Kirche Bulgariens weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online oder an folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München

IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Bulgarien

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Schlagworte:
Bauhilfe · Bulgarien · Fatima · Maria · Nicopoli · Plewen
8.Aug 2017 07:22 · aktualisiert: 16.Aug 2017 09:33
KIN / S. Stein