„Pater Werenfried” auf dem Amazonas

Dank Ihrer Hilfe konnten zwei Missionsboote in Brasilien angeschafft werden

Pfarrer Pedro Schewior auf dem Boot, das den Namen „Pater Werenfried“ trägt.

Pfarrer Pedro Schewior auf dem Boot, das den Namen „Pater Werenfried“ trägt (Foto: Ismael Martinez Sánchez/KIRCHE IN NOT) .

Die Prälatur Tefé liegt im Amazonasgebiet im Norden Brasiliens. Weite Teile des Gebietes, das mit einer Fläche von 265 000 Quadratmetern größer ist als Westdeutschland, sind nur auf dem Wasserweg erreichbar. Die Entfernungen sind immens.

Dies ist auch für die katholische Kirche eine große Herausforderung, denn die 14 Pfarreien mit ihren 520 Filialgemeinden liegen weit über das Gebiet verstreut an den Ufern der Flüsse.

Zwei bis drei Tage brauchten die Priester und die Laienmissionare bislang, um von einer Gemeinde in die nächste zu gelangen.

Die Boote, die in der Seelsorge bisher zum Einsatz kamen, waren bereits zwanzig Jahre alt und aus Holz gefertigt. Ihr Unterhalt wurde immer kostenintensiver, denn sie verbrauchten viel Sprit.

Pfarrer Pedro Schewior besucht mit dem Boot die abgelegenen Pfarreien am Fluss.

Pfarrer Pedro Schewior besucht mit dem Boot die abgelegenen Pfarreien am Fluss (Foto: Ismael Martinez Sánchez/KIRCHE IN NOT).

Aufgrund der verschärften Umweltschutzgesetze wurde es auch immer schwieriger und teurer, Bauholz zu beschaffen, um Schäden an den Booten auszubessern. Außerdem waren die Reisen über viele hundert Kilometer lang und beschwerlich. Bis zur am weitesten entfernten Pfarrei dauerte eine Fahrt bis zu 120 Stunden, also vier volle Tage.

Vier Tage bis zu einer Pfarrei unterwegs

Die Gläubigen mussten daher oft sehr lange auf den nächsten Besuch warten. Je weniger intensiv jedoch die Gläubigen am Leben der Kirche teilnehmen und seelsorglich betreut werden können, desto leichter fällt es den finanzstarken Sekten, sich auszubreiten und Mitglieder zu gewinnen.

Unterwegs mit der „Pater Werenfried“ (Foto: Ismael Martinez Sánchez/KIRCHE IN NOT).

Unterwegs mit der „Pater Werenfried“ (Foto: Ismael Martinez Sánchez/KIRCHE IN NOT).

Dank Ihrer Hilfe konnten nun zwei Boote aus Aluminium beschafft werden. Dadurch hat sich die Fahrtzeit von einer Gemeinde in die andere um die Hälfte verringert und die Missionare können die Gemeinden viel häufiger besuchen. Zudem ist der Spritverbrauch immens gesunken.

„Schwimmende Missionsstation”

Jedes der Boote ist zwölf Meter lang, drei Meter breit und ist eine „schwimmende Missionsstation“ mit Küchenzeile und Bad. Bis zu zehn Personen können dort übernachten und bei Gottesdiensten und Feiern finden dort 35 Personen einen Sitzplatz.

Rettungsweste auf der „Pater Werenfried“.

Rettungsweste auf der „Pater Werenfried“.

Beide Boote tragen das Logo der Prälatur und einen religiösen Namen, so dass die Boote leicht als Missionsboote erkennbar sind. Eines von ihnen wurde nach Pater Werenfried van Straaten, dem Gründer von KIRCHE IN NOT, benannt.

Die Gläubigen freuen sich, dass die Kirche nun häufiger zu ihnen kommt, und danken allen Wohltätern von Herzen! Mit ihrer Hilfe sollen in nächster Zeit noch zwei weitere Missionsboote gebaut werden.

Helfen Sie mit Ihrer Spende

Um vor allem verfolgten Christen weiterhin beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online oder auf folgendes Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT

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31.Dez 2017 08:55 · aktualisiert: 11.Jan 2018 11:08
KIN / S. Stein