„Hochburg der Ökumene”

CD und DVD über das Zusammenleben der Konfessionen in der Ukraine

Bischof Borys Gudziak, Direktor der katholischen Universität Lemberg / Ukraine.

Bischof Borys Gudziak, Direktor der katholischen Universität Lemberg / Ukraine.

Zum 11. Todestag unseres Gründers Pater Werenfried van Straaten gibt KIRCHE IN NOT ein Podiumsgespräch über den großen Einsatz des „Speckpaters“ für die katholische Kirche in der Ukraine auf CD und DVD heraus.

Unter dem Titel „Die Ukraine – eine ‚Hochburg der Ökumene‘“ berichten der Direktor der katholischen Universität Lemberg, Bischof Borys Gudziak, und der Sekretär der Bischofssynode der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Weihbischof Bohdan Dzyurakh, über die Bedrängnis der ukrainischen Katholiken während der Sowjetherrschaft und die lebensrettende Hilfe durch das Werk Pater Werenfrieds.

Das Ausmaß der Katholikenverfolgung in der Ukraine beschreibt Bischof Gudziak so: „Von über 3000 katholischen Priestern im Jahr 1939 waren nach Jahrzehnten der Verfolgung und Unterdrückung nur noch 300 übrig – alle davon älter als 65 Jahre.” Obwohl viele deshalb eine Wiederauferstehung der ukrainischen Kirche für unmöglich gehalten hätten, sei Gott dennoch treu geblieben. „Heute haben wir wieder über 3000 Priester – und die meisten von ihnen sind jünger als 38 Jahre“, sagt er.

Podiumsgespräch über die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine: Übersetzerin Felicitas Piccolomini, Bischof Borys Gudziak, Magda Kaczmarek (Projektreferentin von kIRCHE IN NOT), Weihbischof Bohdan Dzyurakh und Moderator Berthold Pelster (v.l.).

Podiumsgespräch über die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine bei einer Veranstaltung in Eichstätt im Juni 2013: Übersetzerin Felicitas Piccolomini, Bischof Borys Gudziak, Magda Kaczmarek (Projektreferentin von KIRCHE IN NOT), Weihbischof Bohdan Dzyurakh und Moderator Berthold Pelster (v.l.).

Als wichtige Grundlage dieses neu auflebenden Glaubens bezeichnet Weihbischof Dzyurakh die lange Tradition der Hauskirche in der Ukraine. „Durch meine Familie wurde und blieb ich gläubig“, betont er. „Unsere Eltern und Großeltern haben uns den Glauben auch in schwierigen Zeiten vorgelebt.“

Auf die Frage der spannungsreichen Ökumene mit der russisch-orthodoxen Kirche angesprochen sagt Dzyurakh, er halte es mit dem seligen Johannes Paul II., der empfohlen habe: Sei „orthodox (d. h. rechtgläubig) dem Glauben nach und katholisch (d. h. allumfassend) der Liebe nach“.

Bischof Gudziak fügt hinzu, es sei „lächerlich“, wenn sich die oftmals nur noch wenige Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachenden Christen in Europa untereinander stritten, anstatt das Evangelium zu verkünden. „Das Problem sind heute nicht mehr die Konfessionen“, sagte Gudziak. „Die Frage ist vielmehr: Werden die Menschen noch auf das Evangelium hören?“

Die Hör-CD oder Video-DVD mit dem Titel „Die Ukraine – eine ‚Hochburg der Ökumene‘“ können Sie unentgeltlich online bestellen oder bei:
KIRCHE IN NOT
Lorenzonistr. 62
81545 München

Telefon: 089 / 64 24 888 0
Fax: 089 / 64 24 888 50
E-Mail: kontakt@kirche-in-not.de

14.Jan 2014 10:50 · aktualisiert: 23.Jan 2014 15:09
KIN / S. Stein