SUDAN

Kurs für Interessierte am Priesterberuf

Afrika ist reich an Berufungen. Mittlerweile stammt jeder fünfte Seminarist weltweit von diesem Kontinent. Auch im Sudan, der fast ein Vierteljahrhundert lang Schauplatz eines blutigen Bürgerkrieges war, geben Berufungen Hoffnung auf eine neue Zukunft. In der Hauptstadt Khartum gibt es ein Priesterseminar.

Als Vorstufe zu diesem Seminar wird ein Kurs angeboten, der jungen Männern, die Priester werden wollen, dabei hilft, ihre Berufung zu prüfen und zu festigen. Momentan sind es sechzehn, die dort eine theologische Grundausbildung erhalten und geistlich begeleitet werden.

Die christliche Jugend stärken

Diejenigen, die Arabisch sprechen, unterrichten christliche Kinder in Schulen. Dies ist besonders wichtig in einem Umfeld, in dem die Islamisierung vorangetrieben wird und Christen benachteiligt sind.

Nach Einführung der muslimischen Sharia-Gesetze, die für privates und öffentliches Recht und für die Kindererziehung gelten, ist es die Islamisierung der Gesellschaft ein politisches Ziel. Daher ist es wichtig, die christliche Jugend zu stärken.

Die jungen Männer, die nach dem Orientierungskurs in das Priesterseminar eintreten, werden eines Tages als Priester ihrem Volk dienen. Diejenigen, die sich nicht für den Priesterberuf entscheiden, können die religiöse und pastorale Ausbildung, die sie ein Jahr lang genossen haben, an anderer Stelle für die Kirche einsetzen. Sie können zum Beispiel als Religionslehrer, Katecheten oder Diakone arbeiten.

KIRCHE IN NOT hat 9.000 Euro versprochen, damit diese wertvolle Initiative weitergeführt werden kann.

Hier können Sie direkt online spenden.

Teilnehmer des Vorkurses bei einer Feier.

Teilnehmer des Vorkurses bei einer Feier.

Schlagworte:
Islam · Priester · Priesterseminar · Seminaristen · Sudan
4.Mrz 2009 16:17 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:59
KIN / S. Stein