INDIEN

Weiterbildungsprogramm für Schwestern

Die Schwestern besuchen die Gläubigen in ihren Dörfern.

Die Schwestern besuchen die Gläubigen in ihren Dörfern.

Oft sagt man, die Kirche müsse zu den Menschen gehen. Im Bistum Bongaigaon im Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens setzen Ordensfrauen dies ganz konkret um. Sie gehen von einem Dorf zum anderen und bleiben solange es erforderlich ist.

Die Schwestern unterrichten die Kinder im Katechismus, widmen sich der Jugend, oder bereiten Paare auf die Ehe vor. Sie haben ein offenes Ohr für die Nöte und Freuden der Menschen, die sie besuchen und mit denen sie beten.

Außerdem unterstützen sie die  Frauen und leisten wertvolle Entwicklungshilfe. Die Bewohner der Region sind sehr arm und gehören verschiedenen benachteiligten ethnischen Minderheiten an.

Die erst im Jahre 2000 errichtete Diözese Bongaigon besteht aus 25 Pfarreien. In jeder von ihnen gibt es zwei Ordensfrauen, die die Dörfer besuchen. Von 5,5 Millionen Einwohnern sind bislang nur 64 000 katholisch, aber die Zahl steigt stetig.

“Es ist wichtig, auf die Menschen zuzugehen”

Der beste Weg der Evangelisierung ist es, direkt zu den Menschen zu gehen und mit ihnen über den Glauben zu sprechen, weiß der Bischof der jungen Diözese, Thomas Pulloppillil.

Er ist sehr darum bemüht, in möglichst vielen Dörfern Kapellen zu errichten, die Seelsorge zu stärken und ein lebendiges Glaubensleben zu fördern. Die Arbeit der Ordensfrauen ist dabei besonders wertvoll. Aber er weiß auch, dass die Ordensfrauen sich weiterbilden und neue Methoden der Evangelisierung und Pastoralarbeite kennen lernen müssen. Nur so können sie die Herausforderungen meistern, vor denen sie in diesem multiethnischen Umfeld stehen.

“Auch die Gemeinden werden profitieren”

Daher möchte der Bischof Trainingsprogramme für die 50 Ordensfrauen seiner Diözese anbieten. Er schreibt: “Ich bin sicher, die Gemeinden werden durch den missionarischen Eifer unserer Schwestern profitieren. Der Einsatz der ausgebildeten Schwestern wird unsere missionarischen Aktivitäten voran treiben.

Wir bitten Euch um das Gebet für unsere Diözese, damit wir die Verkündigung der heilbringenden Botschaft Gottes mit Kraft und Begeisterung fortsetzen können.”

Wir haben ihm für das Programm, das sich über drei Jahre hinziehen soll, 8.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

3.Apr 2009 13:39 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:58
KIN / S. Stein