DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Ausbildung von Ordens-Oberinnen

Frau mit Kind aus der Demokratischen Republik Kongo.

Frau mit Kind in der Demokratischen Republik Kongo.

Vergewaltigungen, Entführungen, Morde und Kinderhandel – das ist die traurige Realität, mit der die Menschen in der Kivu-Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo konfrontiert sind. Immer wieder wird die Region von Kriegshandlungen heimgesucht.

Die Menschen sind arm, viele obdachlos, die Kinder können keine Schule besuchen. Allein in der kleinen Stadt Goma gibt es sechs Flüchtlingslager. Mehr als anderhalb Millionen Menschen sind geflohen. Die sanitäre Situation In den Lagern ist katastrophal, die Menschen haben Hunger.

Die Kirche will dies nicht tatenlos hinnehmen. “Wir wollen die Jugend retten, die ausgelöscht zu werden droht. Anstelle derer, die keine Stimme haben, lauter schreien, damit unser Volk erfährt, dass es aus der Misere heraus ein Leben gibt und nicht nur Gewalt”, schreibt uns Schwester Espérance Hamuli, die Oberin der Ursulinen und Vorsitzende der USUMA, der Vereinigung der Ordensoberinnen, in der Kivu Region.

Der gute Wille allein genügt nicht

Ihr Name ist Programm – Espérance bedeutet auf Deutsch Hoffnung. “Wir können angesichts dieser Welle der Not nicht unempfindlich und untätig bleiben”, fügt die Schwester hinzu.

Die 37 Oberinnen der in der Region tätigen Orden wollen erreichen, dass sich die Ordensfrauen noch gezielter für die Not leidende Bevölkerung einsetzen können. Dafür müssen sie sich fortbilden, denn bei einem derartigen Ausmaß der Not genügt der gute Wille allein nicht, sondern das Engagement muss gut geplant werden. Die Oberinnen brauchen die Möglichkeit, sich miteinander abzusprechen und auszutauschen.

Die Flüchtlinge in der Kivu-Region leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Die Flüchtlinge in der Kivu-Region leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

So ist die Union der Ordensoberinnen im vergangenen November mit einem gemeinsamen Friedens-Appell an die Öffentlichkeit gegangen. Nur wenn sie mit vereinten Kräften arbeiten und mit einer gemeinsamen lauten Stimme sprechen, haben sie die Chance, wirklich etwas zu bewirken und ihrem Volk Hoffnung zu geben.

KIRCHE IN NOT möchte den Ordensoberinnen in der Kivu-Regionen dabei helfen, unermüdlich und gezielt für den Frieden und die Menschenwürde einzutreten, die Jugend zu retten und den Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, zur Seite zu stehen. Für einen Fortbildungskurs haben wir 2.400 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

11.Mai 2009 16:20 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:55
KIN / S. Stein