PAKISTAN

Nach Anschlag: Wiederaufbau einer Kirche

Bischof Max J. Rodrigues von Hyderabad, der Pfarrer und zwei Ordensschwestern stehen in der durch einen Anschlag zerstörten Marienkirche in Sukkur Sindh.

Bischof Max J. Rodrigues von Hyderabad, der Pfarrer und Ordensschwestern in der durch einen Anschlag zerstörten Marienkirche.

Drei Jahre ist es jetzt her, dass eine aufgehetzte Menschenmenge die katholische Marienkirche in Sukkur Sindh sowie ein protestantisches Gotteshaus nahezu vollständig zerstörten. Islamische Fundamentalisten hatten das Gerücht gestreut, ein Christ habe einige Seiten des Korans verbrannt.

In der 120 Jahre alten schönen Marienkirche blieb daraufhin nichts verschont: Heiligenfiguren, Bänke, Missale, Messkelche, die gesamte Elektroinstallation, das Dach, die Fenster, liturgische Gewänder – nichts blieb ganz, alles wurde von fanatisierten Menschenmenge verbrannt oder zerbrochen. Die Polizei und die Feuerwehr schritten kaum ein, um die Christen und deren Hab und Gut zu schützen.

Die Regierung versprach damals schnelle Hilfe, aber bis heute wurden weder die Täter bestraft noch die versprochene Wiederaufbauhilfe gezahlt. Die Gläubigen müssen die Heilige Messe immer noch unter offenem Himmel oder im Saal der Schule feiern.

“Danke für die Unterstützung”

Bis vor kurzem hoffte Bischof Max J. Rodrigues von Hyderabad noch darauf, dass die Regierung ihr Versprechen doch einhalten werde. Die Hoffnung musste er jedoch begraben. Wenn wir ihm nicht helfen, wird es wohl niemand tun, und so haben wir ihm 30.000 Euro versprochen.

Er schreibt uns: “Ich bin KIRCHE IN NOT überaus dankbar für die starke menschliche, moralische und finanzielle Unterstützung für die von Kummer heimgesuchten Menschen und die Kirche von Sukkur in einer Zeit, da sie es am meisten brauchten. Wir versichern Euch unserer Gebete!”

Hier können Sie direkt online spenden.

12.Mai 2009 14:46 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:53
KIN / S. Stein