SUDAN

Unterstützung einer Studienwoche

Taufe eines Erwachsenen im Sudan.

Taufe einer Erwachsenen im Sudan.

Mehr als 20 Jahre lang mussten die Menschen im Sudan unter einem blutigen Bürgerkrieg leiden, dessen Wunden auch vier Jahre nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens noch längst nicht verheilt sind.

2,5 Millionen Tote, fünf Millionen Menschen, die in die angrenzenden Länder geflohen sind, vier Millionen innerhalb des Landes Vertriebene, unzählige verletzte Seelen und eine Generation, die nichts anderes kennt als Krieg, Vertreibung, Gewalt und Elend – das ist die traurige Bilanz dieses Bürgerkrieges.

Von den 54 Priestern der Erzdiözese Khartum wurde die Mehrheit während des Krieges unter schwierigsten Bedingungen ausgebildet. Allein schon, dass das Priesterseminar mehrfach umgesiedelt werden musste, hat die Ausbildung erschwert.

Für die Flüchtlinge, die aus dem Süden des Landes in die Hauptstadt Khartum gekommen sind, ist die Kirche die einzige Hilfe. Die Priester stehen ihnen zur Seite: Seelsorge, materielle Hilfe, Erziehung – alles das müssen sie leisten, obwohl sie viel zu wenige sind. Es gibt aber auch Priester, die in diesen schwierigen Zeiten schwere Berufungskrisen durchleben, so dass oft auch die Seelsorger Hilfe brauchen, und insgesamt gibt es zu wenige Priester.

Sorge um zurückgehende Priesterberufungen

Einmal im Jahr kommen die Priester der Erzdiözese Khartum zusammen, um sich über ihre Erfahrungen und Probleme auszutauschen, gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen zu finden, vor denen die Kirche im Sudan steht, und um sich weiterzubilden. In diesem Jahr steht die Sorge um Priesterberufungen auf der Tagesordnung. Hier müssen Lösungen gefunden werden, um die Jugend dafür zu sensibilisieren, die Stimme des Herrn vielleicht auch in ihrem Leben rufen zu hören.

“Wir sind sicher, dass von dieser Woche, die wir gemeinsam verbringen werden, alle Priester in geistlicher und menschlicher Hinsicht stark profitieren werden und dass sie ermutigt werden, den Herausforderungen, vor denen sie stehen, zu meistern”, schreibt uns Pater Carlo Uyaka, der bischöfliche Vikar für den Diözesanklerus von Khartum.

Die Priester von Khartum vertrauen auf unsere Hilfe. Wir wollen sie nicht enttäuschen und haben 3.000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Bürgerkrieg · Khartum · Sudan
16.Jun 2009 12:15 · aktualisiert: 11.Mrz 2012 19:16
KIN / S. Stein