BULGARIEN

Renovierung des Ordenshauses der Franziskaner

Ein Franziskaner-Bruder im Computerraum des Klosters.

Ein Franziskaner-Bruder im Computerraum des Klosters.

Obwohl Bulgarien im Jahre 2007 in die Europäische Union aufgenommen wurde, ist es noch immer ein armes Land. Von dem wirtschaftlichen Aufschwung profitiert vor allem eine kleine Oberschicht, während die Mehrheit der Bevölkerung nichts davon mit bekommt.

Genauso arm wie die meisten Menschen ist auch die katholische Kirche, aber größer noch sind die geistigen Herausforderungen, vor denen sie steht. Als katholischer Priester oder als Ordensfrau braucht man viel Geduld. Wer in diesem Land, in dem es gerade mal 75 000 bis 80 000 Katholiken gibt, große Erfolge erwartet, ist hier falsch.

“Wir arbeiten für die kommenden Generationen”, sagen die Priester und Schwestern übereinstimmend. Denn viele der Katholiken wissen nach der jahrzehntelangen kommunistischen Herrschaft nichts mehr über den Glauben.

Oft finden Eltern über ihre Kinder zur Kirche zurück. Deshalb widmen sich die Franziskaner in Rakowski im Süden Bulgariens vor allem der Kinder- und Jugendarbeit. Vier Patres gibt es in dem Ort. Ihr Kloster wurde in unmittelbarer Nachbarschaft einer Plattenbausiedlung errichtet. Es bietet Platz für 50 Personen, die hier an Exerzitien oder anderen Veranstaltungen teilnehmen können.

“Die Zukunft liegt in den Händen der Jugend”

Auf die Dauer soll hier ein Pilgerhaus entstehen. Pater Eugeniusz, der aus Polen stammt, schreibt uns: “Wenn wir uns vergegenwärtigen, was der Heilige Vater Johannes Paul II. immer wieder sagte, nämlich, dass die Zukunft in den Händen der Jugend liegt, so wollen wir diesen Worten gegenüber nicht gleichgültig bleiben. Wir wollen unser Kloster nutzen, um den Glauben weiterzugeben und diese junge Generation von Bulgaren formen.”

Nun gibt es aber ein Problem, denn das Klostergebäude ist schlecht isoliert. Auf diese Weise verpufft im Winter viel Wärme, was zu immensen Kosten führt. Das Gebäude muss dringend wärmeisoliert werden, aber die Patres können das Geld dafür nicht aufbringen.

Wir haben ihnen 20.000 Euro versprochen, denn diese einmalige Investition wird dazu führen, dass das Kloster in Zukunft viel mehr für die Menschen tun kann. Und auch für die Umwelt ist es gut, wenn keine Energie verschwendet wird, denn als Christen tragen wir auch eine Verantwortung für die Schöpfung. Pater Eugeniusz und seine drei Mitbrüder danken unseren Wohltätern schon jetzt für ihre Hilfe.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
Bulgarien · Franziskaner · Jugend · Rakowski
10.Jul 2009 15:56 · aktualisiert: 17.Apr 2015 09:17
KIN / S. Stein