KOLUMBIEN

Umbau eines Pfarrhauses in Buenaventura

Pater Alexander kümmert sich um die Gläubigen in Buenaventura.

Pater Alexander kümmert sich um die Gläubigen in Buenaventura.

Die Diözese Buenaventura an der Westküste Kolumbiens gilt als eine der gefährlichsten. Sie hat 350 000 Einwohner, sechzehn Pfarreien und 257 Flüsse. Die Flüsse sind die idealen Transportwege für den Drogenschmuggel. Über den Hafen der Stadt Buenaventura wird das Rauschgift nach Übersee verschifft.

Die linksgerichtete FARC-Guerilla, die den Drogenhandel fördert, profitiert von der Armut und der schlechten Infrastruktur, da sie so die Bevölkerung, die keine andere Möglichkeit hat, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, unter Druck setzen kann.

Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch, und die Gewalt ist allgegenwärtig. Von vierzig in Kolumbien getöteten Polizisten stammen acht aus Buenaventura.

Auch Bischof Héctor Epalza Quintero erhält wegen seiner Predigten gegen die Guerilla Morddrohungen. Dennoch lässt er sich nicht entmutigen. Er will, dass die Kirche an der Seite der Menschen ist und vor allem den Schwächsten und Verwundbarsten hilft. Aber auch die Sekten stellen ein großes Problem dar. Wie an so vielen Orten der Welt versuchen sie, mit falschen Versprechungen die Gläubigen abzuwerben.

Tag für Tag Wunder wirken

Vor zwei Jahren wurde in Buenaventura die Pfarrei “Unser Herr von den Wundern” errichtet. Zwei junge Priester, Pater Alexander und Pater Jairo, versuchen hier Tag für Tag mit Liebe, Hingabe und Geduld, “Wunder” zu wirken. Sie mussten bei Null anfangen, alles musste aufgebaut werden – in materieller wie in geistlicher Hinsicht.

Noch immer fehlt es an vielem. Die Gläubigen sind so arm, dass sie selbst nur schwer ihren Lebensunterhalt bestreiten können, aber mit vereinten Kräften bemühen sie sich, dass sich die Situation in ihrer Pfarrei immer verbessert.

Zurzeit besteht das größte Problem darin, dass an dem bereits vorhandenen Pfarrhaus noch weitere Arbeiten vorgenommen werden müssen, damit es seinen Zweck erfüllen kann. Hier sollen nicht nur die Priester wohnen, sondern es muss auch Platz geben, um Gäste empfangen zu können. Außerdem haben sie einen Mittagstisch organisiert, wo von Montag bis Freitag sechzig arme Kinder eine Mahlzeit zu sich nehmen können.

Wir haben den beiden engagierten Priestern 3000 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

13.Jul 2009 14:19 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:46
KIN / S. Stein