SYRIEN

Fertigstellung des Gemeindesaals

Der Gemeindesaal in Rdaymé Charquyé.

Der Gemeindesaal in dem syrischen Dorf Rdaymé Charquyé.

Am Rande der Syrischen Wüste liegt das Dorf Rdaymé Charquyé. Es hat 2500 Einwohner. Von ihnen sind 365 katholisch. Die Mehrheit der Einwohner gehört der Religionsgemeinschaft der Drusen an, einer islamischen Sekte, die im Nahen Osten verbreitet ist. Sie leben mit den Christen in friedlicher Eintracht.

Die Menschen in dem Dorf leben von der Viehzucht und vom Ackerbau, aber mehr und mehr bleibt der Regen aus, so dass es immer schwieriger für sie wird, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele von ihnen, vor allem unter den Christen, verlassen das Dorf, um woanders Arbeit zu finden.

Lange Zeit hatte die Pfarrei von Rdaymé Charquyé keine Kirche, so dass die Gläubigen sich zur Heiligen Messe in Privathäusern versammelten. 1983 wurde damit begonnen, ein Gotteshaus zu errichten. Es hat einen angrenzenden Saal, wo sich die Frauen bei Hochzeiten oder bei Beerdigungen versammeln, denn in Gebieten, in denen Drusen leben, kommen die Frauen nicht in Gegenwart von Männern zusammen.

2003 wurde damit begonnen, einen Saal für die Männer anzubauen, aber der Bau konnte nicht vollendet werden, da die finanziellen Mittel nicht gereicht haben, obwohl die Gläubigen mit vereinten Kräften versucht haben, das Geld aufzubringen. Zudem wird es langsam nötig, die Kirche zu restaurieren, aber auch das kann die Gemeinde nicht aus eigener Kraft finanzieren. Wir haben 12.000 Euro versprochen.

Schlagworte:
Drusen · Islam · Rdaymé Charquyé · Syrien
KIN / S. Stein