RUMÄNIEN

Modernisierung der Küche im Priesterseminar

Seminaristen aus Alba Julia.

Seminaristen aus Alba Julia.

In der Großküche des Priesterseminars von Alba Julia wird täglich für 250 Personen gekocht. Dort essen nicht nur die Seminaristen, sondern auch die Schüler und die meisten Lehrer des katholischen Lyzeums, die Professoren der theologischen Fakultät, Angestellte der Caritas und Gäste.

Außerdem sorgt die Küche für das leibliche Wohl der Priester und Laien, die an Einkehrtagen und geistlichen Exerzitien teilnehmen. Die Großküche ist damit auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Stadt. Vor allem Frauen aus armen Familien können hier ihren Lebensunterhalt verdienen und Berufserfahrung sammeln.

Auch nach dem Beitritt zur Europäischen Union ist die Not in Rumänien groß, die Arbeitslosigkeit hoch und viele Frauen sehen keinen anderen Ausweg als Prostitution. So ist eine anständige Arbeitsstelle ein Segen und schenkt Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen eine Zukunftsperspektive.

Neue Anforderungen an Sicherheit und Hygiene

Jedes Jahr müssen die Angestellten jedoch um ihren Job und das Seminar um seine Großküche fürchten, denn die Gesundheitsbehörden drohen mit der Schließung. Eine Grundsanierung der jahrelang intensiv genutzten Küche ist dringend notwendig. In den letzten Jahren sind die Anforderungen an Sicherheit und Hygiene gestiegen, vor allem seit dem EU-Beitritt.

Die Elektroinstallationen, die Kanalisation, die Heizungsanlage, die sanitäre Ausstattung, wie beispielsweise die Wasch- und Spülbecken, die Küchengeräte, die Dunstabzugshauben, das Belüftungssystem, die Töpfe, Arbeitstische, die Kacheln und Fliesen – alles muss erneuert werden. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Für das Priesterseminar und das gesamte Leben der katholischen Kirche in Alba Julia käme eine Schließung der Küche einer Katastrophe gleich.

Seit 1000 Jahren Bischofssitz

Die Katholiken von Alba Julia feiern in diesem Jahr das 1000-jährige Bestehen ihres Bischofssitzes. Die in Siebenbürgen gelegene Stadt hat 66 000 Einwohner. Papst Johannes Paul II. erhob das Bistum 1991 nach der politischen Wende in den Rang einer Erzdiözese.

Trotz der langen Jahre der blutigen Verfolgung durch den Kommunismus ist die Katholische Kirche in Rumänien nicht tot. Mit viel Liebe und Mühe haben die Priester und Gläubigen das kirchliche Leben wieder aufgebaut. Nun sollen die Aktivitäten der Kirche in Alba Julia nicht daran scheitern, dass die Küche des Priesterseminars sich keine neue Ausstattung leisten kann.

Deshalb haben wir dem Seminar 20.000 Euro versprochen.

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18.Aug 2009 15:19 · aktualisiert: 6.Jun 2016 12:50
KIN / S. Stein