SAMBIA

Hilfe für Jugendseelsorge im Bistum Lusaka

Kind aus Sambia.

Kind aus Sambia.

“Imiti ikukula ili mpanga”, sagen die Leute in Sambia in ihrer Sprache Mambwe. Das Sprichwort bedeutet übersetzt: Die heranwachsenden Bäume sind der zukünftige Wald.

In einem Land, dessen Gesellschaft mehrheitlich aus jungen Menschen besteht, bemüht die Kirche sich besonders darum, die “heranwachsenden Bäume”, also die Jugend, in ihrem seelischen, geistlichen und intellektuellen Wachstum zu fördern. Denn die Jugend ist die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft.

Die Erzdiözese Lusaka ist in dieser Hinsicht sehr aktiv, denn sie sieht die zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Jugendlichen stehen: schlechte Ausbildung, Drogenmissbrauch, Teenager-Schwangerschaften, religiöse und emotionale Krisen, eine tiefe Unsicherheit, wenn Lebensentscheidungen getroffen werden müssen, bittere Armut oder HIV / AIDS.

Es gibt auch viele Waisenkinder, die nicht nur materiell versorgt werden müssen, sondern die vor allem seelischen Beistand benötigen, weil sie zutiefst verstört, desorientiert, verletzt und einsam in der Welt stehen.

Zu all diesen Themen bietet die Erzdiözese Workshops und Seminare an. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass Jugendliche dazu angeleitet und ausgebildet werden, anderen jungen Menschen zu helfen und ihr Leben nach dem Evangelium auszurichten. Das Beispiel und Zeugnis von Altersgenossen bewirkt oft viel mehr, als es erwachsenen Erziehern gelingen würde.

Teilnehmende des Jugendprogramms beim gemeinsamen Gebet.

Teilnehmende des Jugendprogramms beim gemeinsamen Gebet.

Pater Oswald Mulenga, der die Jugendarbeit der Erzdiözese Lusaka leitet und koordiniert, schreibt uns: “Die Kirche muss alle ihre Ressourcen zusammenlegen, um das Evangelium mit viel Mut, Kreativität und zugleich Geduld der Welt der Jugendlichen zu vermitteln.”

In diesem Jahr sollen 3000 Jugendliche von dem Programm erreicht werden. Dabei müssen oft große Entfernungen überwunden werden, denn die Erzdiözese Lusaka erstreckt sich über ein Gebiet von 64 000 Quadratkilometern, das ist etwas kleiner als Bayern. Daher wird immer mehr auch auf Medien wie das Radio gesetzt, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen. Die Medienarbeit soll ausgebaut werden.

Moderne Kommunikationswege sollen genutzt werden

Für die Zukunft ist beispielsweise eine Internetseite geplant, über die Jugendliche aus Sambia mit jungen Menschen in aller Welt in Kontakt kommen und Erfahrungen austauschen können. Nicht nur die Jugendlichen in Lusaka würden davon profitieren, sondern ihre Altersgenossen in anderen Ländern könnten auf diese Weise den Reichtum und die Lebendigkeit der Kirche in Afrika und die Erlebnisse, Wünsche und Gefühle ihrer afrikanischen Freunde kennen lernen.

In den offiziellen Medien hat Afrika normalerweise keine Stimme, man erfährt kaum etwas über das wirkliche Leben der Menschen. Durch moderne Kommunikationsmittel können Fremde zu Freunden werden und erfahren, was Weltkirche bedeutet.

Wir haben 10.000 Euro versprochen, um die gut durchdachte, kreative und wertvolle Jugendarbeit der Erzdiözese Lusaka zu unterstützen.

Hier können Sie direkt online spenden.

Schlagworte:
AIDS · Jugend · Lusaka · Medienarbeit · Oswald Mulenga · Sambia
12.Okt 2009 11:33 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:35
KIN / S. Stein