BRASILIEN

Bauhilfe für ein Benediktinerinnenkloster

Die Benediktinerinnen aus dem Kloster Arapiraca.

Die Benediktinerinnen aus dem Kloster Arapiraca.

Im Jahr 2005 kamen vier Benediktinerinnen nach Arapiraca im Osten Brasiliens. Ihnen wurde ein Grundstück, sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, zur Verfügung gestellt. Eine Kapelle gab es dort bereits vorher. Sie musste lediglich ein wenig erweitert werden, um Platz für den Nonnenchor zu schaffen.

Was jedoch noch fehlte, war ein Klostergebäude. Zunächst wurde ein Gästehaus gebaut, in dem auch die Schwestern provisorisch unterkamen. Bald klopften jedoch junge Frauen an die Pforte des Klosters und wollten sich den Benediktinerinnen anschließen.

Inzwischen hat sich die Gemeinschaft auf fünf Schwestern mit ewigen Gelübden, zwei mit zeitlichen Gelübden, zwei Novizinnen und eine Klausur-Oblatin vergrößert. Weitere junge Mädchen spüren in sich den Wunsch, in den Orden einzutreten.

Das “Kloster der Geburt des Herrn” muss sich also vergrößern, um die jungen Berufungen aufnehmen zu können, aber auch, damit die Schwestern ein reguläres Klosterleben führen können. Die Schwestern möchten einen Trakt mit 19 Zellen bauen, da zu erwarten ist, dass sich ihre Gemeinschaft vergrößern wird.

Zudem wird das Gästehaus immer mehr für den Zweck benötigt, für den es eigentlich bestimmt gewesen ist, nämlich für Gäste. Im 53. Kapitel der Regel des heiligen Benedikt von Nursia heißt es: “Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus: denn er wird sagen: ‘Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen’”  (Mt 25,35).

Gottesdienst im Benediktinerinnenkloster.

Gottesdienst im Benediktinerinnenkloster.

Und an Gästen fehlt es dem Kloster nicht. Menschen, die sich mit den Schwestern verbunden fühlen, gibt es nicht nur in der unmittelbaren Umgebung, sondern Freunde des Klosters kommen sogar von weit her, zum Beispiel aus Fortaleza, Recife, Rio de Janeiro und anderen Städten. So sehr wird das Kloster von der Geburt des Herrn geschätzt.

Der Bundesstaat Alagoas, in dem die Diözese Penedo liegt, zu der Arapiraca gehört, zählt zu den ärmsten Regionen Brasiliens. Die Schwestern bestreiten zwar ihren Lebensunterhalt, indem sie unter anderem Rosenkränze und Likör herstellen, Schneiderarbeiten fertigen und Heiligenbilder malen, aber damit kommen sie gerade so eben über die Runden.

Aber die Ordensfrauen lassen sich nicht entmutigen, legt ihnen doch ihr Ordensgründer Benedikt ans Herz, niemals an der Barmherzigkeit Gottes zu verzweifeln. So haben sie sich vertrauensvoll an uns gewandt. Wir haben ihnen 30.700 Euro versprochen.

Hier können Sie direkt online spenden.

5.Nov 2009 16:25 · aktualisiert: 27.Mai 2011 16:33
KIN / S. Stein